5. Mobile Content Cologne

Location Based Services der mobile Trend der Zukunft

Weihnachtszeit, Überstunden und jetzt schnell durch die Stadt nach Hause? Möglichst ohne Stau? Radio an und Staumeldungen hören war gestern. Effektiver und unterhaltsamer geht es immer häufiger per Smartphone: Realtime-Verkehrsdienste zeigen nicht nur, wie sich der Verkehr gerade durch die Stadt bewegt, sie lassen auch erkennen, wer gerade wo in der Stadt unterwegs ist. Und wen ich schnell mal fragen kann, wie es vor ihm auf der Straße ausschaut …

Solche und andere Location Based Services, bei denen User nicht nur nützliche Informationen abrufen, sondern auch Kontakte knüpfen und mit ihren eigenen Eingaben gleichzeitig wieder anderen weiterhelfen können, sind laut Prof. Dr. Wolfganz Prinz, Institutsdirektor des Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik, ein wichtiger Trend der mobilen Zukunft.

Welche Entwicklungen im Mobile Entertainment die Branche 2012 und darüber hinaus bewegen werden, war Thema des 5. Mobile Content Cologne am 7. Dezember, zu dem die Kompetenzgruppen Mobile und Games des eco Verbandes eingeladen hatten.

Das Internet wandert nicht nur zunehmend in unserer Hosen- oder Handtasche mit uns mit, es passt sich zukünftig auch mehr und mehr unserem realen Umfeld und unseren ganz speziellen Vorlieben an. Und wird so zu unserem ganz persönlichen Assistenten. „Die Zukunft gehört personalisierten und kontextualisierten Anwendungen“, erläuterte Prof. Dr. Wolfgang Prinz in seinem Übersichtsvortrag über MobileTrends 2012. So finde ich demnächst nicht nur via Smartphone das In-Geschäft mit meiner Lieblingsschokolade, sondern kann mich im Laden auch über den Kakaogehalt, Anbaubedingungen und Herstellungsverfahren informieren, mich mit anderen über den Geschmack und die Qualität austauschen und schließlich auch mobil bezahlen.

Der Trend zur Individualisierung und Vernetzung mit anderen Usern zeigt sich auch im Bereich Games: Die Spiele werden – so Prof. Dr. Wolfgang Prinz – zunehmend personalisierter und bieten zum Beispiel Möglichkeiten, Items zu tauschen und Feedback zu bekommen. Und auch das Fernsehen der Zukunft wird mehr Möglichkeiten zur Interaktion eröffnen.

Kurzum: Mit dem Smartphone in der Tasche, Flatrates, verbesserter Sensorik und der Einbindung in soziale Netzwerke, gehen wir nicht mehr ins Internet, wir leben mehr und mehr darin.

Gute Ideen und kreatives Potenzial für neue Lösungen im Mobile-Bereich haben viele, häufig fehlen jedoch geeignete Finanzierungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien. Christof Schreckenberg berät zusammen mit dem Team vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes Gründerinnen und Gründer in diesem Bereich und stärkt ihnen den Rücken. Und hilft so viele Schätze zu heben: Welches Innovationspotenzial in diesem Marktsegment liegt, zeigt sich laut Christof Schreckenberger nicht nur in der alltäglichen Beratungspraxis, sondern wird auch bei den Konzepten der Preisträger deutlich, die sich für die vom Kompetenzzentrum vergebene bundesweite Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ qualifizieren konnten.

Bei der Entwicklung und der Vermarktung von Mobile Games sind einige Herausforderungen zu meistern: Ideen dazu präsentierte David Hiltscher von der Turtle Entertainment GmbH. Zu den von ihm vorgestellten Erlösmodellen gehören der Verkauf von Apps, Abos, Teilnahmegebühren und der Verkauf von Einzelcontent also zum Beispiel Items oder ein gewisser Status auf Zeit.

Im Panel drehten sich die Diskussionen noch einmal um den Status Quo im Mobile Entertainment und anstehende Trends. Neben Christof Schreckenberg waren vertreten: Roman Hänsler von Aka-Aki, Nils-Holger Henning von bigpoint GmbH, Marc Morian von FISHLABS Entertainment, Michael Nürnberg von Electronic Arts und Andreas Katzig von Chimera Entertainment.

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