2012-08-17_gamescom

gamescom: eco zieht positive Bilanz

Mehr als 275.000 Besucher, davon rund 24.500 Fachbesucher aus 83 Ländern, informierten sich vom 15. bis zum 19. August auf der gamescom in Köln über Neuheiten und Weiterentwicklungen in der Spiele-Branche. Trendthemen der Industrie waren neben PC- und Konsolenspielen, Online- und Browsergames vor allem Mobile und Social Games. Auf 140.000 Quadratmetern zeigten über 600 Aussteller zahlreiche Weltpremieren. Auch eco war mit einem Stand vor Ort und informierte im Rahmen seines Anti-Botnet Beratungszentrums darüber, wie Rechner richtig gegen Schadprogramme gesichert werden können.

Gerade Gaming-PCs mit ihrer Prozessor-Power eignen sich für Botnetz-Betreiber hervorragend für einen Einsatz als Zombie-PC, über den dann ohne Wissen des Besitzers etwa Spam versandt werden kann. Standbesucher konnten live am Rechner Malware und ihre Auswirkungen erleben. Außerdem hatten sie die Chance, an einer Verlosung teilzunehmen, und beispielsweise Ein-Jahres-Lizenzen der Avira Premium Security Suite, USB-Sticks oder T-Shirts zu gewinnen. „Durch die sehr günstige Lage unsere Standes konnten wir eine hohe Besucherzahl verzeichnen, viele aufklärende Gespräche führen und mehr als 2.000 DE-Cleaner Rettungssystem-CDs verteilen“, zieht Markus Schaffrin, eco Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services, positive Bilanz.

Evolution statt Innovation

Im Hinblick auf die Spiele-Branche an sich fiel sein Fazit allerdings etwas nüchterner aus. „Zwar gab es auf der gamescom zahlreiche neue Versionen bekannter Spiele, aber revolutionäre Innovationen etwa im Hinblick auf 3D, neue Spiel- und Bedienkonzepte, Gestensteuerung oder Ähnliches konnte ich nicht entdecken“, berichtete er. Insgesamt sei spürbar gewesen, dass sich die Branche derzeit stark im Umbruch befände. Klassische Spielehersteller mit Boxenprodukten, die einen großen Grafik- und Funktionsumfang aufweisen, müssten sich immer mehr der Konkurrenz mit kostengünstigen Smartphone-Games und Online-Gaming-Erlösmodellen wie Freemium und Item Selling stellen.

Ob angesichts der Umbrüche eine solche Veranstaltung noch zeitgemäß ist, fragt sich auch Ibrahim Mazari, Director Public Relations und Jugendschutzbeauftragter bei Turtle Entertainment sowie Leiter der eco Kompetenzgruppe Games. Seiner Meinung nach sollte sich vor allem hinsichtlich der Kosten etwas ändern: „Es muss eine gute Relation gefunden werden zwischen Investition und Ertrag. Es wird dann wohl alles etwas kleiner und kompakter und mehr spitzer im Thema und in den Zielgruppen. Mammutveranstaltungen über fast eine Woche, die fast die gesamte Belegschaft binden, werden seltener und durch speziellere Events ersetzt werden.“