Viel erlebt und viel erreicht
2003 stellte erstmals mehr als die Hälfte des E-Mail-Verkehrs unerwünschte Werbung dar. Spam war somit ein Thema, das sich nach Einschätzung des eco in Windeseile zu einem volkswirtschaftlichen Problem ersten Grades entwickelt hatte. Um die verfügbaren Abwehrmaßnahmen gegen den Datenmüll zu beleuchten und den Informationsaustausch auf diesem Gebiet zu fördern, lud der Verband zum 1. Deutschen Anti-Spam-Kongress ein. Am 11. und 12. September 2012 findet nun diese Veranstaltung zum zehnten Mal statt.
Nicht nur drüber reden
Im Laufe der Jahre informierte das hochkarätige Event nicht nur über die wesentlichen Entwicklungen, sondern sorgte dafür, dass die Entscheidungsträger an einem Tisch aufeinander trafen und wichtige Initiativen ins Leben rufen konnten – von der Anti-Spam-Task-Force (ASTF) der ISP bis hin zum Anti-Botnet-Beratungszentrum (ABBZ). Auch die inhaltliche Ausrichtung wurde ständig erweitert. 2003 stammte Spam meist von einzelnen Versendern, die konkreten Server konnten lokalisiert und ausgeschaltet oder blockiert werden. Bereits beim 7. Deutschen Anti-Spam-Kongress stellten etwa die Botnetze das dringlichste Problem dar, über die nicht nur der meiste Spam verschickt wurde, sondern von denen auch Bedrohungen wie DDOS-Attacken oder Phishing ausgingen.
Von Spam zu Internetsicherheit
Um dem breiter gewordenen Themenspektrum gerecht zu werden, wurde der Deutsche Anti-Spam-Kongress im vergangenen Jahr erstmals in die Internet Security Days (ISD) integriert. Hinzu kam ein weiterer Aspekt: die Internationalität. Bereits beim 6. Anti-Spam-Kongress hatten sich 200 Teilnehmer aus 46 Ländern angemeldet. „Nur durch enge internationale Zusammenarbeit können wir Lösungen im Kampf gegen Spam, Phishing und Botnetze finden“, betont Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitglieder Services. „Die Integration des Kongresses in die ISDs ermöglichte uns, auf neuer Ebene DAS entscheidende Event für die gesamte Internetsicherheitsbranche zu werden.“ Dass das Konzept aufging, dafür sprachen das große Medienecho und das begeisterte Feedback der mehr als 650 teilnehmenden Experten für Internetsicherheit aus aller Welt im vergangenen Jahr. Durch die außergewöhnliche Location im Phantasialand Brühl und diverse Social-Networking-Veranstaltungen konnte der intensive Austausch gefördert werden. Entscheidend für den Erfolg war auch die Unterstützung durch den erfahrenen Partner intergenia, jetzt Bellaxa AG.
Zeitreise durch die Welt der Security
Das zehnte Jubiläum wird auch bei den diesjährigen ISDs gewürdigt. So gibt es am Vormittag des 12. September eine „Zeitreise“ im Mainforum, die noch einmal auf die wichtigsten Meilensteine von Spam, Schadsoftware und Co. zurückblickt. Am 11. September findet nachmittags ein Track zu infizierten Webseiten statt. Hierbei werden das eco Projekt botfrei.de und der neue URL-Check für KMU einen Schwerpunkt bilden. Im parallelen Track geht es dann um das ABBZ und seine europaweite Ausrichtung. Umrahmt werden diese zentralen Themen von Berichten aus der Praxis und Forschungsergebnissen zur aktuellen Bedrohungslage. Neben internationalen Sprechern wird es in diesem Jahr auch deutschsprachige Vorträge geben. Am Nachmittag des 12. September gestaltet die eco Kompetenzgruppe Sicherheit den Track Social Engineering, die eco Kompetenzgruppe Mobile informiert im parallelen Track über Mobile Security. Zudem gibt es zwei geschlossene Veranstaltungen: das Abuse Team Meeting und ein Treffen der eco Kompetenzgruppe E-Mail.
Sie sind gefragt
Noch besteht die Möglichkeit Partner oder Aussteller der ISD 2012 zu werden und die eigene Idee zur Internetsicherheit einem fachkundigen und professionellen Publikum zu präsentieren. Die Veranstalter haben vier Partnerpakete geschnürt, die sich durch die enthaltenen Leistungen unterscheiden und auf verschiedene Ziele und Budgets abgestimmt sind. Bei Interesse schauen Sie doch noch mal die Impressionen der ISD 2011 an, oder melden Sie sich bei Kirsten Link. Die Registrierung für Teilnehmer ist voraussichtlich ab Mitte Juli online.

