Einschätzung der ökonomischen Auswirkungen des EU-Haftungssystems für Online-Dienste | EDiMA/Copenhagen Economics
EU-Rechtsrahmen für die Internetwirtschaft trägt maßgeblich zu deren Erfolg bei
310 Mrd. Euro – so hoch schätzt eine aktuelle Studie der European Digital Media Association den jährlichen Beitrag der Internetwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt der EU-Staaten. Die Summe setzt sich zu etwa gleichen Teilen zusammen aus Wertschöpfung in der Internet-Branche selbst und aus Produktivitätssteigerungen in anderen Wirtschaftszweigen, die Internetdienste bei ihrer Arbeit einsetzen.
Der Trend beispielsweise zum E-Commerce nützt jedoch nicht nur Unternehmen, sondern direkt den Verbrauchern: Eine verstärkte Nutzung von Preisvergleichsportalen führt zu einem sinkenden Preisniveau. Das Einsparpotenzial erreicht dabei bemerkenswerte 10 bis 15 Prozent.
Voraussetzung für diesen enormen Beitrag zur Wirtschaftsleistung und Entlastung sind laut der Studie die klaren Vorgaben der EU zur Haftungsbegrenzung der europäischen Diensteanbieter in der E-Commerce Richtlinie (2000/31/EG). EU hat damit frühzeitig in der E-Commerce Richtlinie die notwendige Rechtssicherheit für die Erfolgsgeschichte des Internet in Europa geschaffen. Eine Abkehr von diesem Prinzip würde den wirtschaftlichen Erfolg der Internetwirtschaft in der EU gefährden.
Die Studie steht zum Download zur Verfügung.