20.11.2008, Berlin / Köln, 13:30 Uhr
Dazu Oliver Süme, Vorstand Recht und Regulierung von eco: „Hinter jedem Stück Kinderpornografie steckt ein schreckliches Verbrechen, ein Kinderschicksal, das uns sehr nahe geht. Unsere Mitglieder finden es unerträglich, dass die von ihnen aufgebaute Infrastruktur für derartiges missbraucht wird. Deshalb engagieren wir uns seit Jahren im Kampf gegen Kinderpornografie – mit hohem Einsatz an Personal, Technik und Organisation. Leider zeigt die Praxis, dass so genannte Internet-‚Sperren’ lediglich Scheinerfolge erzielen. Sie verdrängen das Geschehen aus dem für alle sichtbaren Bereich, aber dadurch wird das Leid keines einzigen Kindes unterbunden, kein einziger Täter gefasst und kein einziges Bild aus dem Internet entfernt. Es ist nach Meinung aller technischen Experten nicht machbar, den Zugang zu diesen Machwerken unmöglich zu machen, wie es die Familienministerin fordert. Effizienter und wirksamer ist es, an der Quelle anzusetzen. Mit unserer Internet-Beschwerdestelle sammeln wir Hinweise, mit denen in internationaler Zusammenarbeit und in enger Kooperation zwischen Strafverfolgern und Wirtschaft erfolgreich Täter überführt und illegale Inhalte entfernt werden. Diese erfolgreiche Kooperation wollen wir fortsetzen.“