08.12.2009, Köln/Stuttgart, 12:45 Uhr
„Bei der Bekämpfung von Botnetzen ist Kooperation unabdingbar. Mit dieser Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft schaffen wir ein effektives Bündnis, um die Verbreitung von Schadprogrammen einzudämmen. Mit dem Projekt entziehen wir den Cyberkriminellen den Boden“, sagt der eco Vorstandsvorsitzende Prof. Michael Rotert. Dr. Lothar Eßer, Referatsleiter beim BSI, ergänzt: „Die von der Bundesregierung und Unternehmen angestoßenen Sensibilisierungsmaßnahmen zeigen Wirkung, das Sicherheitsbewusstsein bei der Bevölkerung wächst. Jetzt kommt es darauf an, konkrete Hilfsangebote zu machen.“ Deutschland rangiert bei der Anzahl der infizierten Rechner international auf Platz 3. Im Rahmen des zentralen Beratungszentrums werden Internet-Zugangsanbieter Kunden, deren Rechner sie als Teil eines Botnetzes identifiziert haben, zunächst auf eine Website leiten, die ihnen Hilfestellungen und Tools zum Entfernen der Malware bereitstellt. In einem zweiten Schritt kann der Provider dem Kunden einen Zugangscode für die telefonische Unterstützung mitteilen. Dort werden Anti-Viren-Spezialisten mit dem Kunden den Schädling aufspüren und entfernen. „Mit dem Projekt möchten wir Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder, von denen schädliche Online-Aktivitäten ausgehen, herausbringen", sagt Sven Karge, Fachbereichsleiter Content bei eco.
Mit dem Botnetz-Desinfektionszentrum bringt eco das Handlungsversprechen einer „Deutschen Anti-Botnetz-Initiative“ in den Verein Deutschland sicher im Netz e.V. ein.