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10.12.2009, Köln, 15:00 Uhr

Anti-Botnet-Projekt des eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft mit Unterstützung des BSI

Bei dem auf dem IT-Gipfel am 8. Dezember vom eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. vorgestellten Anti-Botnet-Projekt handelt es sich um eine Initiative der Privatwirtschaft zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei der Sicherung ihrer IT-Systeme. Ziel der Initiative soll sein, dass Kunden der teilnehmenden Internet Service Provider, deren PC ohne ihr Wissen Teil eines Bot-Netzes wurde, von ihrem Provider hierüber informiert werden und zugleich kompetente Unterstützung bei Beseitigung der Schadsoftware erhalten.

Die Unterstützung erfolgt in gestufter Form: Zunächst kann der betroffene Kunde eine Webseite besuchen, auf der er Informationen und Hilfsmittel zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellt bekommt. Die zweite Stufe des Unterstützungsangebots stellt ein anbieterübergreifendes Beratungszentrum dar, das Kunden mit weitergehendem Beratungsbedarf telefonisch durch die erforderlichen Schritte zur Beseitigung des Schadprogramms sowie zur nachhaltigen Absicherung des PCs führt. Die Benachrichtigung der betroffenen Kunden soll nach Möglichkeit auf mehreren Kanälen erfolgen, sodass ein zuverlässiger Eingang beim Empfänger sichergestellt ist, etwa durch eine Vorschaltwebsite beim Öffnen des Browsers sowie zusätzlich per Post.

Die Bundesregierung begrüßt die geplante Initiative des eco als ein gelungenes Beispiel privatwirtschaftlicher Verantwortungsübernahme für die Gesamtgesellschaft und unterstützt diese. Ebenso wie der eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft geht die Bundesregierung davon aus, dass das Angebot der im eco zusammengeschlossenen Provider bei den Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland großen Anklang finden und damit zu einer meßbaren Verringerung mit Schadsoftware befallener Computer in Privathaushalten führen wird. Vorbilder sind insoweit bereits erfolgreich laufende vergleichbare Initiativen in Japan, Südkorea oder Australien. Aus diesem Grund baut die Initiative des eco auf Freiwilligkeit. Maßnahmen gegen vermeintlich unwillige Kunden sind nicht vorgesehen.

Bei der Gestaltung des Beratungsangebots für die Bürgerinnen und Bürger wird das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit seiner technischen Expertise dem eco-Verband, dem die alleinige Federführung für das Projekt zukommt, Hilfe leisten. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit wurde ebenfalls eingebunden, um insbesondere die Beachtung der Vorgaben des Datenschutzes bei der Entwicklung und Umsetzung des Konzepts sicherzustellen.

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