Kategorienarchiv: News

Anpassung des Rundfunkstaatsvertrags: Verbände positionieren sich gemeinsam für eine nutzerorientierte Medienregulierung

  • Entwurf zur Änderung des Rundfunkstaatsvertrags: Verbände sehen Nachteile für die deutsche Medienwirtschaft
  • Besondere Bedenken bestehen im Hinblick auf Einschränkungen bei Ein- oder Überblendungen auf dem Bildschirm sowie bei Vorgaben für privilegierte Auffindbarkeit
  • Verbände appellieren an die Länder, den jetzt vorgelegten Vorschlag zu überarbeiten

Anlässlich eines Expertengesprächs in der Staatskanzlei Düsseldorf äußern die Verbände ANGA, Bitkom, eco und ZVEI Bedenken gegenüber dem vorgelegten Entwurf zur Änderung des Rundfunkstaatsvertrags. Ziel ist es, den  Rechtsrahmen an die Konvergenz von Rundfunk und Internet anzupassen. Der Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen berücksichtigt die veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen nach Ansicht der Verbände jedoch nicht hinreichend und lässt Deregulierungspotenziale unberücksichtigt. Weiterlesen

Sicher surfen unter Palmen: Botfrei gibt sechs Tipps fürs Smartphone im Urlaub

  • Mit sicheren Smartphones den Urlaub unbeschwert genießen: Botfrei gibt Urlaubern sechs Tipps mit auf die Reise
  • EU-Roaming ist seit dem 15. Juni im EU-Ausland eine kostenfreie und sichere Alternative zu potenziell unsicheren WLAN-Netzen

Kostenfreie WLAN-Netze sind im Urlaub sehr beliebt: Viele Reisende möchten im Ausland nicht darauf verzichten, Selfies per WhatsApp oder Facebook in die Heimat zu senden. Doch kostenfreie Wi-Fi-Angebote von Hotels oder im Café bergen auch große Gefahren, weiß Peter Meyer, Leiter des Anti-Botnet-Beratungszentrums Botfrei im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. „Kriminelle könnten versuchen, über unzureichend abgesicherte WLAN-Netze unbemerkt persönliche Daten der Nutzer zu stehlen oder Schadprogramme zu verbreiten.“ Es lässt sich nicht nachvollziehen, wer Zugang zu einem Router hat und dort Einstellungen vornehmen oder ändern kann. Weiterlesen

Sicherheit und Künstliche Intelligenz – eco kürt die IoT-Top-Trends 2017

  • Datenschutz und Datensparsamkeit bleiben Top-Themen
  • Besondere Performance zeigen Predictive Maintenance und autonomes Fahren
  • Business Modeling für IoT Projekte nur mit schwacher Performance

Das Thema Security entwickelte sich in den letzten Monaten zum führenden Top-Trend der Internet-of-Things (IoT)-Welt. Mit der wachsenden Flut persönlicher Daten im IoT wächst auch die Bedeutung einheitlicher Sicherheits-Standards. „Der laxe Umgang einiger US-amerikanischer Unternehmen mit personenbezogenen Daten wie beispielsweise Fitnessdaten ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Dr. Bettina Horster, Vorstand VIVAI AG und Direktorin IoT im eco Verband. Datensparsamkeit und der achtsame Umgang mit sehr persönlichen Informationen gehören daher für Horster zu den absoluten Top-IoT-Trends 2017. „Die Nutzer haben ein Recht auf persönliche Datenautonomie und Einblicke in differenzierte Datennutzungskonzepte“, sagt Horster. Entsprechende neue Geschäftskonzepte seien unabdingbar für das weitere Wachstum der Branche. Weiterlesen

Neue Digitalkommissarin Gabriel erwartet arbeitsintensive Agenda

Zur Bestätigung der neuen EU-Digitalkommissarin Marija Gabriel durch das EU-Parlament sagt eco Vorstand Politik & Recht Oliver Süme:

„Marija Gabriel übernimmt mit dem Digitalressort ein besonders innovationsstarkes und vor allem dynamisches Ressort mit großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Europa. Mit der anstehenden Reform des Urheberrechts sowie der komplexen und teilweise zur Datenschutzgrundverordnung gegenläufigen ePrivacy Verordnung erwartet die designierte Kommissarin eine arbeitsintensive Agenda. In ihrem Ressort werden in den kommenden zwei Jahren entscheidende Weichenstellungen für den europäischen digitalen Binnenmarkt mit Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit Europas im digitalen Wettbewerb gestellt.

Ich hoffe, dass die neue Digitalkommissarin hier die richtigen Akzente setzt. Ihre Absage an Datenlokalisierungs-Tendenzen sowie die Ankündigung, ein sicheres Wettbewerbsumfeld auch für kleine und mittlere Unternehmen in Europa schaffen zu wollen, sind in diesem Kontext sehr zu begrüßen. Abzuwarten bleibt ihr Umgang mit teilweise überzogenen Regulierungstendenzen des Parlaments wie beispielsweise dem umstrittenen Leistungsschutzrecht. Wir freuen uns auf einen regen und konstruktiven Austausch.“

Brexit könnte Übertragung personenbezogener Daten erschweren

  • Mit dem Brexit ändert sich die Rechtsgrundlage für den Austausch personenbezogener Daten zwischen Deutschland und Großbritannien
  • Unternehmen mit Standorten in Großbritannien sollten sich jetzt auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten

Der Brexit wird die rechtlichen Bedingungen für den Transfer personenbezogener Daten zwischen Großbritannien und den EU-Ländern verändern. Bislang gilt das Datenschutzniveau eines Mitgliedsstaats per se und ohne weitere Prüfungen als angemessen. Innerhalb der Europäischen Union sind Datenübermittlungen also rechtlich genauso zu behandeln wie Datenübermittlungen innerhalb Deutschlands. Weiterer Prüfungen oder gesonderter Vertragskonstrukte, wie sie beispielsweise mit den USA bestehen, bedarf es nicht.

Nach dem Brexit wird Großbritannien zum Drittland, hierfür gilt datenschutzrechtlich zurzeit noch § 4 b BDSG und zukünftig Art. 44 ff. der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Wer personenbezogene Daten in ein Drittland übermitteln möchte, der muss sicherstellen, dass der Zielstaat ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet. Weiterlesen