Alle Nominierten des eco Data Center Award 2026

Gemeinschaftsstand auf der CLOUD EXPO EUROPE 2025 10

„Ein Leuchtturmprojekt der Sektorkopplung im Herzen des Rhein-Main-Gebiets.“

nLighten Deutschland GmbH

Im Rahmen eines BAFA-geförderten Sektorkopplungsprojekts nutzt das nLighten-Rechenzentrum in Eschborn seine Abwärme als nachhaltige Energiequelle und speist diese in ein neu errichtetes Nahwärmenetz ein. Das rund 32 °C warme Rücklaufwasser aus den Serverkühlkreisläufen wird über eine Großwärmepumpe effizient auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben und versorgt das städtische Hallenbad (Wiesenbad) sowie umliegende Bürogebäude. So werden jährlich etwa 3,6 GWh treibhausgasneutrale Wärme bereitgestellt und rund 1.200 Tonnen CO₂ eingespart. Das Projekt steht beispielhaft für innovative Sektorkopplung und zeigt, dass eine direkte, ganzjährige und wirtschaftlich tragfähige Wärmelieferung auch im dicht bebauten Frankfurter Rechenzentrumscluster realisierbar ist – ohne zusätzliche Infrastruktur auf Seiten der Abnehmer oder des Rechenzentrums. Dieses zukunftsweisende Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Eschborn umgesetzt.

synaforce GmbH 1

„Grid-Interactive High-Availability Data Center für kritische Anwendungen:
Hochverfügbares Rechenzentrum mit Energie-Intelligenz und Hybridkühlung“

synaforce GmbH

Das synaforce GLOW-Datacenter ist für den hochverfügbaren Betrieb kritischer Anwendungen ausgelegt und wird nach EN 50600 VK3 zertifiziert. Die IT-Leistung von 860 kW verteilt sich auf 22 Server-Racks. Die Architektur ist auf eine Leistungsdichte von bis zu 43 kW pro Rack ausgelegt und ermöglicht damit den stabilen Betrieb kritischer sowie HPC- und KI-basierter Anwendungen. Die Energieversorgung erfolgt mit Grünstrom und wird durch Photovoltaik ergänzt. Ein großdimensionierter Batteriespeicher ermöglicht eine Autonomie von vier Stunden für die gesamte IT-Last und erlaubt einen netzdienlichen Betrieb durch Lastverschiebung bei Stromüberangebot und Engpässen. Die Kühlung basiert auf einem hybriden, redundanten Konzept aus Luft- und Wasserkühlung, ergänzt durch den Einsatz von Wärmepumpen. Das Rechenzentrum ist auf einen PUE von 1,05 ausgelegt.

Logo Westfalen WIND IT GmbH & Co. KG

„Power Dynamic Compute in den windCORES“

WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG

Die WestfalenWIND IT GmbH & Co. KG baut und betreibt Rechenzentren in den Türmen von Windenergieanlagen (windCORES). Die Motivation für die Entwicklung dieses bisher einzigartigen Konzepts war u.a. die Vermeidung von Abregelungen der Windenergieanlage durch die direkte Nutzung des Stroms am Ort der Erzeugung. Diese Idee wird mit „Power Dynamic Compute“ konsequent weiterverfolgt. Anhand von Energieverfügbarkeits- und Verbrauchsvorhersagen lassen sich nun z.B. High-Performance-Computing Rechenprozesse in Zeiten oder an Orte verschieben, in denen viel grüner Strom im Netz ist. Eine eigens entwickelte API stellt externen Partnern dafür 48-Stunden-Prognosen von Serverknoten zur Verfügung, die mit eigenem Windstrom nachhaltig betrieben werden können. Eine Pilotanwendung mit zwei Kubernetes-Clustern wurde kürzlich im Rahmen der europäischen Cloud-Edge Initiative 8ra zusammen mit SAP und T-Systems erfolgreich in Betrieb genommen und bildet die Grundlage für die Entwicklung weiterer Lösungen.

noris network

„Von Enterprise IT bis hin zu extremen KI-Systemen: NBG6 BA3 – Konsequente Modularität im Rechenzentrumsbau“

noris network AG

Aktuell werden Rechenzentren als „KI-Fabriken“ oder Non-KI-Workloads konzipiert. noris network verfolgt mit dem Ansatz, beide Welten in einem Rechenzentrum zu vereinen, maximale Flexibilität. Mit NBG6 BA3 erweitert noris network den Standort Nürnberg Süd um einen modularen Rechenzentrumsbau mit bis zu drei Stockwerken, der konsequente Modularität mit Sicherheit verbindet. Das Konzept basiert auf 400-m²-Einheiten, die aus standardisierten Modulen zusammengesetzt sind. Die Einheiten können mit Leistungsstufen von 600 kW oder 1,2 MW über modulare Power-PODs für Energie und Kühlung ausgeführt werden. Hiermit lassen sich luftgekühlte Enterprise-IT und wassergekühlte High-Density-KI-Cluster innerhalb eines Gebäudes betreiben. Die Infrastruktur ist Direct-Liquid-Cooling-fähig und unterstützt je nach Anwendung Leistungen bis zu 1.000 kW pro Rack. Zwei unabhängige Umspannwerke sowie 2N-/N+1-Redundanz und eine geplante PUE von unter 1,15 verbinden hohe Verfügbarkeit mit Effizienz. Build-on-Demand vermeidet Überkapazitäten, verkürzt Implementierungszeiten und schafft ein skalierbares Rechenzentrumsökosystem über den Lebenszyklus.

Data Center Expert Summit 2026 22

„Next-GenerationAI Datacenters“

Penta Infra

Vor dem Hintergrund wachsender KI-Workloads hat Penta Infra mit der AI-Ready Colocation Suite ein skalierbares Stufenkonzept entwickelt, das einen klaren Weg von ersten KI-Anwendungen bis hin zu leistungsstarken, souveränen AI-Deployments mit mehreren MW bietet. Vier Leistungsstufen – vom HPC Rack (bis 80 kW) über AI Starter (80–100 kW) und AI Production POD (100–150 kW) bis zum Extreme Tier (150–300 kW) – ermöglichen eine schrittweise Skalierung ohne Umbauten an der Rechenzentrumsinfrastruktur. Alle Stufen basieren auf Direct-to-Chip Liquid Cooling und sind für moderne GPU-Plattformen ausgelegt. Standorte in Brüssel, Hamburg und Amsterdam gewährleisten geringe Latenzen und DSGVO-konformen Betrieb. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil – in Kombination mit den Stärken eines rein europäischen Anbieters: 100 % erneuerbare Energie, PUE ab 1,2 und Abwärmenutzung sichern effiziente und zukunftsfähige KI-Infrastruktur.

Portus Data Centers

„Portus Data Centers MUC2 Expansion“

Portus Data Centers

MUC2 ist das neueste Rechenzentrumsprojekt von Portus Data Centers am Münchner Campus und erweitert die bestehende Infrastruktur um 5,5 MW ITLeistung auf 2.200 m² White Space. Das Tier-3-Design gewährleistet hohe Verfügbarkeit und ist für ein breites Spektrum an Workloads ausgelegt – von klassischen Anwendungen bis hin zu KI- und HPC-Anforderungen inklusive Liquid Cooling. Das Rechenzentrum erfüllt vollständig die Anforderungen des EnEfG und erreicht mit einem PUE von ≤ 1,2 eine branchenführende Energieeffizienz. Der Betrieb erfolgt zu 100 % mit erneuerbarer Energie. Als KI-natives Referenzdesign kombiniert MUC2 Skalierbarkeit, Nachhaltigkeit und Performance und schafft eine zukunftssichere Plattform für Unternehmen, Cloud- und Telekommunikationsanbieter. Die Inbetriebnahme der ersten Kapazitäten ist für Anfang 2027 geplant.