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eco: Staatstrojaner darf IT-Sicherheit im Netz nicht aushöhlen

Zur gestern vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Gesetzesänderung für den Einsatz sogenannter „Staatstrojaner“ zur Überwachung von Messenger-Diensten auf Smartphones sagt eco-Vorstand Professor Dr. Norbert Pohlmann:

„Ähnlich wie schon bei der Vorratsdatenspeicherung haben wir es auch hier wieder mit einem nicht in allen Konsequenzen zu Ende gedachten Gesetz zu tun. Wir wollen als Gesellschaft den Digitalisierungsprozess vorantreiben, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Dazu muss der Staat Rahmenbedingungen schaffen, die für eine angemessene IT-Sicherheit und ein angemessenes Vertrauen in das Internet sorgen. Das gestern beschlossene Überwachungsgesetz geht hier leider - bei allem Verständnis für die staatlichen Hoheitsaufgaben der Strafverfolgung –  in eine völlig entgegengesetzte Richtung und kann zu einer schädlichen Schwächung der IT-Sicherheit im Internet, wenn nicht gar zu einer Gefährdung der Digitalisierungsprozesse in Gesellschaft und Wirtschaft führen. Dies gilt insbesondere, wenn sich der „Staat“ sogenannter Zero-Day-Exploits zur Platzierung der Staatstrojaner bedient. Das Ausnutzen solcher Sicherheitslücken bedeutet ein großes Risiko, sowohl für Unternehmen, als auch für die Privatsphäre des Einzelnen und darf nicht zur gängigen Praxis in der Strafverfolgung werden. Ob diese Gesetzesänderung, bei der Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung zum Einsatz gebracht werden sollen, verfassungsmäßig ist, werden die Gerichte entscheiden müssen.“

Erste Bremse für die Vorratsdatenspeicherung: Von eco unterstützte Klage erzielt Etappensieg im einstweiligen Rechtsschutz

  • OVG-Nordrhein-Westfalen-Entscheidung: SpaceNet AG nicht zur Speicherung von Kunden-Telekommunikationsdaten verpflichtet
  • Wichtiges Signal für die gesamte Internetbranche
  • Europarechtliche Bedenken: Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen Grundrechte

Die Vorratsdatenspeicherung ist mit dem Recht der Europäischen Union nicht vereinbar. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen durch einen Beschluss vom 22. Juni 2017 entschieden. Der Internetprovider SpaceNet hatte, unterstützt von eco, bereits im April 2016 Klage erhoben. Ziel der Klage ist, die Vorratsdatenspeicherung durch eine Grundsatzentscheidung endgültig zu stoppen, falls erforderlich auch durch eine Vorlage zum Europäischen Gerichtshof (EuGH). Weiterlesen

Netzpolitischer Parteiencheck Wahl/Digital 2017, Teil 4: Das planen die Parteien zum Thema Vertrauen & Sicherheit im Netz

Was planen die Bundestagsparteien für die nächste Legislaturperiode in Sachen IT-Sicherheit? Wie geht es weiter mit der Vorratsdatenspeicherung? Wie soll Verschlüsselung künftig besser gefördert werden und welche Standards braucht es bei der Produktsicherheit?

Diese Fragen standen im Fokus des vierten und letzten Netzpolitischen Parteienchecks, zu dem eco in Kooperation mit dem Medienpartner WirtschaftsWoche am Dienstag, den 20. Juni 2017, ins Microsoft Atrium geladen hatte.

Auf dem Podium stellten sich dieses Mal Saskia Esken (SPD), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Jarzombek (CDU/CSU) und Petra Sitte (Die Linke) den fünf schnellen Fragerunden zum Thema Vertrauen & Sicherheit im Netz. Die Perspektive der Internetwirtschaft ergänzte eco Vorstand Prof. Dr. Norbert Pohlmann. Weiterlesen

Vernetztes Fahren ohne Angst vor Cyberangriffen

  • Standardisierte Kommunikations-Plattformen schützen Autos besser vor Hacker-Attacken
  • Die Internet Security Days (ISD) im September bei Köln thematisieren Konzepte für sicheres vernetztes Fahren

Das vernetzte Fahren wird Realität und verlangt nach einer neuen Sicherheitsarchitektur im Auto: Immer mehr Fahrzeuge kommunizieren untereinander, um den Verkehrsfluss zu optimieren oder um Unfälle zu vermeiden. Per Handy-App lässt sich die Tankfüllung kontrollieren oder der Standort ermitteln. „Es gibt immer mehr Schnittstellen im Auto, über die Fahrzeuge mit der Außenwelt kommunizieren“, sagt Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservice im eco Verband der Internetwirtschaft e. V. „Die vielen uneinheitlichen Systeme lassen das Risiko für Sicherheitslücken steigen, nach denen Cyberkriminelle Ausschau halten.“ Weiterlesen

EuroCloud Deutschland: Die 10 Cloud-Gebote für Unternehmen

Digitalisierung ist ein ganzheitlicher Veränderungsprozess, der uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Dabei geht es um Flexibilisierung und Agilität, den Entwurf neuer Arbeitsmodelle und Wertschöpfungsprozesse sowie die markt- und kundenorientierte Bereitstellung von Leistungen aller Art. Wesentliche Grundlage für all diese strategisch wichtigen Themen ist das Cloud Computing. „Nur mittels Cloud Computing funktionieren die ganzen vielversprechenden Konzepte der neuen digitalen Wertschöpfung“, sagt Andreas Weiss, Direktor des EuroCloud Deutschland_eco e. V. und betont: „Oftmals geht es aber zunächst nicht um die ganz große Veränderung, sondern darum, Unternehmen durch Modernisierung für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu rüsten.“ Dafür gilt es, einige wichtige Grundregeln zu beachten: Weiterlesen