News

Recht auf Vergessenwerden

Recht auf Vergessenwerden: weltweite Durchsetzung könnte Abwärtsspirale der Kommunikationsfreiheit im Netz auslösen

  • eco lehnt weltweite Durchsetzung des Rechts auf Vergessenwerden ab
  • Neues eco Positionspapier zeigt wesentliche Konfliktpunkte auf
  • Datenschutz-Grundverordnung könnte der Schadensbegrenzung dienen

Die weltweite Durchsetzung des sogenannten Rechts auf Vergessenwerden birgt die Gefahr einer internationalen Abwärtsspirale der Kommunikationsfreiheit im Netz, warnt eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.. Der Verband wendet sich damit entschieden gegen aktuelle Forderungen deutscher und französischer Datenschutzbehörden, die den Suchmaschinenanbieter Google dazu zwingen wollen, Löschanfragen nicht nur auf seinen europäischen Suchseiten, sondern auf sämtlichen Webauftritten global umzusetzen. Ein weltweit durchsetzbares Löschrecht schaffe zusätzliche Konflikte im Hinblick auf regionale und kulturelle Unterschiede bei der Abwägung zwischen Kommunikationsfreiheit und persönlichem Datenschutz. Sollte ein solches Löschrecht weltweit konsequent durchgesetzt werden, müsse Europa auch damit rechnen, dass künftig auch Löschentscheidungen, die auf Basis nicht-europäischer Rechtsauffassungen getroffen wurden, aus den europäischen Suchregistern verschwinden, so eco. Der immer stärkeren Fragmentierung des Internet sei damit Tür und Tor geöffnet. Weiterlesen

oliver-sueme

Rechtssicherheit für Access-Provider: Keine Haftung bei Urheberrechtsverletzungen Dritter

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat gestern darüber verhandelt, ob Access-Provider Webseiten mit illegalen Inhalten Dritter zukünftig sperren müssen. „Die Rechtslage ist bislang so, dass der Provider grundsätzlich nicht für Rechtsverletzungen im Netz haftet“, sagt eco Vorstand Politik & Recht Oliver Süme. „Es ist deswegen unsinnig, den Providern die Rolle eines Hilfspolizisten aufzudrängen – und die dazu nötigen technischen Maßnahmen zur Kontrolle und Filterung des Datenverkehrs der Nutzer verstoßen gegen Fernmeldegeheimnis und Datenschutzgesetze. Wir wehren uns seit Jahren gegen das Ansinnen, eine Sperrinfrastruktur aufzubauen und das werden wir auch weiterhin tun.“ Weiterlesen

Bildschirmfoto 2014-12-08 um 16.55.09

Internet der Dinge: Überforderung für den Verbraucher?

  • Deutsche in Sorge vor Kontrollverlust
  • Ein Drittel fühlt sich überfordert
  • Mögliche Kostenersparnis als Vorteil erkannt
  • Gemeinsame Studie von eco und YouGov
Kaffeemaschine, Glühlampe und Heizung – immer mehr Geräte werden „smart“ und Teil des „Internet der Dinge“. In einer gemeinsamen Studie von eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. und YouGov wurde jetzt die Verbrauchersicht auf die rasante technische Entwicklung untersucht. Demnach hat ein Drittel der Deutschen Sorgen vor einem möglichen Kontrollverlust, auch wenn Vorteile wie eine mögliche Kostenersparnis erkannt werden und grundsätzliches Interesse und Neugier besteht. Es mangelt oft noch am grundlegenden Verständnis für das Internet der Dinge. eco Geschäftsführer Harald A. Summa mahnt daher: „Die Branche muss mehr in die Aufklärung investieren, denn eines ist klar: Kein Ding wird künftig mehr sein, wie es war. Denn Internet ist bald überall.“

Weiterlesen

symbolfoto-kg-sicherheit

Europäische Informationssicherheit: eco warnt vor Einbeziehung sämtlicher Webdienste

  • Europaweite Harmonisierung im Bereich kritischer Infrastrukturen begrüßenswert
  • Fragmentierung und Umsetzungsunterschiede vermeiden
  • Anwendungsbereich auf tatsächlich kritische Infrastrukturen konzentrieren

Das Gesetzgebungsverfahren für eine europäische Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS-Richtlinie) steht kurz vor dem Abschluss. Mit dem Gesetzesverfahren möchte die Europäische Kommission die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten untereinander verbessern und so die Widerstandsfähigkeit und Abwehrbereitschaft der EU gegen Cyberangriffe erhöhen. Bis spätestens Ende 2015 soll die Richtlinie beschlossen sein. In einem neu veröffentlichten Positionspapier begrüßt eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft grundsätzlich die Bestrebungen für eine europaweite Harmonisierung der gesetzlichen Verpflichtungen zur IT-Sicherheit, sieht aber auch noch einige entscheidende ungelöste Probleme. Der Verband warnt insbesondere davor, sämtliche Dienste der Informationsgesellschaft, vom kleinen Webshop bis hin zum großen Social Media Dienst, in den Anwendungsbereich miteinzubeziehen. Weiterlesen

ISD-Logo

Sichere Entwicklung – von Anfang an

  • Sicherheit wird bei Hard- und Softwareentwicklung zu wenig berücksichtigt
  • Internet Security Days starten Weckruf für Developer
  • Noch bis 31.07.2015 Early-Bird-Tarif nutzen

Nachrichten über Hacks, Datenverluste und Sicherheitslücken mehren sich. Und davon sind nicht nur Server, PCs und Smartphones betroffen: Mit dem Einzug des „Internet of Things“ ist praktisch jedes internetfähige Gerät ein potenzielles Ziel krimineller Aktivitäten. Die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten schon bei der Entwicklung neuer Hard- und Software ist deshalb auch eines der Schwerpunktthemen der Internet Security Days am 16. und 17. September im Phantasialand Brühl bei Köln. Interessierte sollten noch bis zum 31. Juli den Early-Bird-Tarif für die Sicherheitskonferenz nutzen.
Datendiebstähle bei Unternehmen, Einbruch ins Bundestagsnetzwerk oder Hack eines Autos: Immer häufiger wird über Fälle von Cyberkriminalität berichtet. Meistens spielen dabei Sicherheitslücken eine Rolle, die von den Hard- und Softwareentwicklern viel zu spät entdeckt werden. Von der smarten Glühbirne bis zum kompletten Atomkraftwerk – jedes an das Internet angeschlossene System bietet für Kriminelle ein Einfallstor für ihre illegalen Aktivitäten.

Weiterlesen