06.11.2020

EuroCloud Native-Mitglieder im Interview: Alice&Bob.Company

Ein Interview mit Mario Apitz, Founder & CEO bei Alice&Bob.Company GmbH

Warum seid ihr Mitglied bei EuroCloud Native geworden? Wie soll die Initiative euch idealerweise unterstützen?
Erwartet wird eine Verbesserung der Marktwahrnehmung für Cloud-Born oder Cloud-Native Beratungen, Service Provider und Software-Anbieter. Wichtig sind dabei Kredibilität gegenüber „risikoaversen“ Kunden sowie eine neue Perspektive für Analysten. Zudem soll eine Community von Dienstleistern geschaffen werden, die sich gemeinsam stärken kann, um mit Wettbewerb und Lieferanten auf Augenhöhe in den Dialog zu kommen. Dies gilt einerseits in Bezug auf die Hyperscaler und einer gleichberechtigten Vorstellung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Anderseits gilt dies für die alte Generation der Systemhäuser und Managed Service Provider, die halbherzig auf den Cloud-Zug aufspringen.

Wie bringt ihr euch in die Cloud-Native-Initiative ein?
Bisher nahmen wir aktiv am Kickoff teil und führten ein Interview mit den Vogel IT Medien zur persönlichen Einschätzung zur Initiative. Wir glauben an die Notwendigkeit eines solchen Zusammenschlusses und sehen für alle Beteiligten klare Vorteile. Daher sind wir künftig auch bereit, eine Rolle zu übernehmen, an konkreten Inhalten und künftigen Strukturen mitzuarbeiten und uns bei der Öffentlichkeitsarbeit mit einzubringen. Hier bitten wir um eine konkrete Abstimmung.

Was macht euer Unternehmen zu einem Cloud-Native-Unternehmen?
Wir sind Cloud-Native, gegründet 2019, ohne jede traditionelle RZ-Infrastruktur. Alice&Bob.Company ist cloud-born. Außerdem stehen wir mit dem Thema Cloud Security für einen inhaltlichen Bereich, den Non-Cloud-Native Unternehmen der alten Generation in der Komplexität nicht adressieren. Zu guter letzt sehen unsere Kunden dies auch an der agilen, unkomplizierten aber dennoch hoch professionellen Zusammenarbeit.

Was soll die Initiative im Dialog mit den Hyperscalern erreichen?
Große Unternehmen – und hier zählen nunmal alle Hyperscaler dazu – haben keinen besonders guten Ruf im Umgang mit Partnern, sofern sie nicht mehr „nützlich“ sind. Dies kann unsere Branche und unsere Themen auch schneller treffen als man vielleicht denkt. Entsprechende Services sind bereits entstanden wie Amazon mit IQ Experts zeigt. Wir müssen daher in den Dialog mit den Hyperscalern treten, um auf Augenhöhe unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten, den Wert der Partnerschaften zu erhalten und auszubauen und um als Interessensgemeinschaft stärker agieren zu können.

Mario Apitz