04.06.2026

eco – Verband der Internetwirtschaft: Europas digitale Souveränität braucht Wahlfreiheit, Skalierung und Investitionen

eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. fordert eine faktenbasierte Debatte über digitale Souveränität in Europa. Aus Sicht des Verbands braucht Europa leistungsfähige Cloud- und KI-Infrastrukturen sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Innovation, Investitionen und fairen Wettbewerb.

Dazu erklärt eco Vorstand Felix Höger:

„Europa will bei Cloud und Künstlicher Intelligenz handlungsfähiger werden. Digitale Souveränität entsteht aber vor allem durch die Wahlmöglichkeit zwischen vielen Angeboten in einem offenen digitalen Markt, Transparenz über diese Angebote und technische Gestaltungsspielräume. Entscheidend ist, dass Unternehmen und Verwaltung Anbieter frei wählen können, Daten wirksam geschützt sind und rechtliche Risiken nachvollziehbar bewertet werden.

Die öffentliche Hand sollte ihre Marktmacht nutzen, um offene Standards, Interoperabilität und Wettbewerb zu stärken. Dabei darf eine internationale Aufstellung kein Ausschlusskriterium sein. Souveränität bedeutet nicht Protektionismus, sondern Kontrolle zu sichern, Transparenz zu schaffen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Wer Europa bei Cloud und KI handlungsfähiger machen will, muss in souveräne Cloud-Kapazitäten und einen wettbewerbsfähigen Markt investieren. Datensicherheit, Technologiezugang und ein ausreichend breites Angebot an Cloudlösungen sind hierfür die entscheidenden Hebel.

Eine digitale Abschottung Europas wäre der falsche Weg. Europas Wirtschaft ist international vernetzt und auf leistungsfähige digitale Dienste angewiesen. Für besonders sensible Daten können strengere Anforderungen sinnvoll sein – etwa beim Zugriffsschutz, bei der Datenhaltung oder bei Resilienzvorgaben. Entscheidend bleibt, dass Lösungen sicher, wettbewerbsfähig, interoperabel und für Nutzer:innen frei wählbar sind.“

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