07.07.2026

IW-Studie: 120 Milliarden Euro Umsatz durch KI-gestützte Innovationen – Deutschlands Stärke liegt in Industrieanwendungen

Neue IW-Studie im Auftrag von eco zeigt: Spezialisierung bei KI treibt Innovation und Wachstum

 

Berlin, 7. Juli 2026 – Deutschlands KI-Erfolg hat ein klares Profil: industrielle
Anwendung. Eine neue Studie der IW Consult im Auftrag von eco – Verband der
Internetwirtschaft e.V. zeigt, dass sich die Stärke des Standorts aus der Verbindung
von Branchenwissen, Daten und Engineering-Kompetenz speist – mit messbarem
wirtschaftlichem Effekt: Bereits heute entstehen über 120 Milliarden Euro Umsatz
durch KI-gestützte Produktinnovationen und neue Dienstleistungsangebote.

Industrial AI als strategischer Wettbewerbsvorteil

Mehr als jedes zweite KI-nutzende Unternehmen (54 %) gehört zu den sogenannten KI-Spezialisierern, die bestehende Modelle gezielt weiterentwickeln und in konkrete industrielle Anwendungen überführen. Statt der Entwicklung eigener Basismodelle setzen sie auf Anpassung, Integration und Anwendungstiefe – ein Vorgehen, der sich als besonders wirksam erweist. Insgesamt setzt bereits jedes fünfte Unternehmen in Deutschland KI aktiv zur Innovation ein.
Auch der KI-Start-up-Sektor bestätigt diesen Trend:

  • 83 % der befragten KI-Start-ups bauen auf bestehenden Modellen auf
  • 71 % wurden erst nach 2021 gegründet
  • 51 % entwickeln gezielt Industrial-AI-Lösungen

„Deutschland hat bei Industrial AI einen echten Wettbewerbsvorteil. Unsere Stärke liegt dort, wo KI echten Mehrwert schafft – in den Prozessen, Produkten und Wertschöpfungsketten der Industrie“, sagt eco Vorstandsvorsitzender Oliver Süme.

KI wird zur Querschnitts- und Basistechnologie der Wirtschaft

Der Einsatz von KI entwickelt sich rasant zur breiten Querschnitts- und Basistechnologie. Bereits jedes fünfte Unternehmen nutzt KI aktiv für Innovationen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an KI-Kompetenzen deutlich – weit über klassische IT-Berufe hinaus. KI durchdringt zunehmend alle Branchen und Qualifikationsniveaus.

Hohe Wettbewerbsintensität — Unternehmen wählen frei

Die Studie zeigt ein Umfeld mit hoher Wettbewerbsintensität — sowohl bei KI-Modellen als auch bei Infrastrukturanbietern:

  • Unternehmen kennen im Durchschnitt 6,4 KI-Basismodelle und nutzen 2,7 davon aktiv
  • Mehr als 70 % setzen mehrere Modelle parallel ein
  • Auch bei Cloudanbietern zeigt sich Vielfalt: 56 % nutzen mehrere Anbieter parallel, bei Start-ups 79 % — Multicloud ist gelebte Praxis

Hinweise auf Zugangsengpässe ergeben sich nicht. Unternehmen wählen nach Leistungskriterien: Performance (58 %), Anpassungsfähigkeit (43 %) und Datenqualität (37 %). Der Wettbewerb funktioniert.

Appell an die Politik: Planungssicherheit statt zusätzlicher Regulierung

Trotz der hohen Innovationsdynamik sehen Unternehmen klare Anforderungen an die politischen Rahmenbedingungen. Verlässlichkeit und Investitionssicherheit sind entscheidend für Skalierung und Standortentscheidungen.
„Die Studie zeigt: Deutschland hat mit Industrial AI einen echten Wettbewerbsvorteil. Unternehmen haben Auswahl, KI-Start-ups treiben Innovation und technologische Offenheit ist gelebte Praxis. Was Unternehmen jetzt brauchen, ist Planungssicherheit und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, um diesen Vorsprung auszubauen“, so Oliver Süme.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Über die Studie
Die Studie wurde von der IW Consult GmbH im Auftrag von eco – Verband der
Internetwirtschaft e.V. erstellt und analysiert die Nutzung, Wertschöpfung und Infrastruktur
von Künstlicher Intelligenz in Deutschland auf Basis einer breiten Befragung von
Unternehmen und KI-Start ups, einer Analyse von Online-Stellenanzeigen sowie einer
Literaturrecherche.

IW-Studie: 120 Milliarden Euro Umsatz durch KI-gestützte Innovationen – Deutschlands Stärke liegt in Industrieanwendungen

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