07.06.2019

eco Expertenrunde: Das macht die Smart City Dortmund lebenswerter

eco Executive Roundtable zur Smart City Dortmund: Vertrauensvoller Umgang mit Bürgerdaten als Voraussetzung für Digitalisierung. Smart-City-Markt wächst bis 2022 jährlich etwa 16,5 Prozent

Die Stadt Dortmund profitiert von der Digitalisierung, wenn sie sich den Herausforderungen für Gesellschaft und Wirtschaft stellt. Das stellten am 6. Juni rund 20 Entscheider aus Wirtschaft, Forschung und Politik fest, die in Dortmund die städtischen Herausforderungen zur Smart City diskutierten. Sie waren einer Einladung der Stadt und des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. ins Binarium, in das Deutsche Museum der digitalen Kultur gefolgt.

„Smart-City-Konzepte machen Städte lebenswerter und bieten Antworten auf die Herausforderungen der Urbanisierung“, sagte eco Geschäftsführer Alexander Rabe in seiner Begrüßung. Die zunehmende Vernetzung im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ermöglicht beispielsweise Lösungen für immer mehr Mobilität, eine bessere Luft- und Umweltqualität und für eine alternde Bevölkerung. Das Wachstumspotenzial ist riesig, zeigte kürzlich die Studie „Der deutsche Smart-City-Markt 2017-2022“ von eco und Arthur D. Little. Bis 2022 sollen sich die Umsätze im Bereich Smart City in Deutschland auf rund 43,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

Smart City steigert Lebensqualität

Dr. Jan Fritz Rettberg, CIO der Stadt Dortmund nannte weitere Ziele der Digitalisierung. Dazu zähle eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts sowie eine effiziente, digitale und benutzerfreundliche Verwaltung. „Die Smart City Dortmund steht für mehr Lebensqualität und für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Die intelligente Vernetzung von Systemen und Menschen reduziert Kosten, spart Ressourcen und ermöglicht es uns zukünftig, die Stadt effektiver zu steuern.“

In der Allianz Smart City Dortmund arbeiten heute bereits mehr als 140 Partner daran, Dortmund zur vernetzten Stadt weiter zu entwickeln. Die Gesprächspartner betonten mehrfach die Bedeutung ethischer Maßstäbe für das Vertrauen in die digitale Welt. Um dieses zu steigern, hat die Allianz Smart City Dortmund einen Ombudsmanns für Datenethik und Datenwert benannt.

Digitalisierung made in Dortmund

Die Gespräche im Binarium zeigten: Durch intelligente Vernetzungen könnten sich vor Ort schon bald Verkehrsflüsse, Gesundheitswesen, Sicherheit oder Energieversorgung deutlich verbessern. Ein Beispiel ist etwa „Smart Service Power“, ein Projekt das Hilfe für Ältere verspricht und mit unterschiedlichen Innovationspreisen ausgezeichnet wurde.

Entscheidend für den Erfolg sei die Weiterentwicklung des Smart-City-Ökosystems, stellen die Teilnehmer in der Diskussion fest. Der Austausch unterschiedlicher Player der Smart-City-Wertschöpfungskette und die Bereitschaft zu Kooperation und Partnerschaft seien kritische Erfolgsfaktoren. Nach dem Ende des offiziellen Teils nutzten die Gäste bis spät in den Abend hinein noch die Chance, sich direkt mit den Entscheidern aus Politik und Wirtschaft auszutauschen.

eco Expertenrunde: Das macht die Smart City Dortmund lebenswerter
Alexander Rabe, Jan Fritz Rettberg, Dirk Göpffarth, Sabine Sachweh