29.11.2021

eco Allianz zum Koalitionsvertrag: Nachhaltige digitale Infrastrukturen brauchen erneuerbare Energien

Der am Mittwoch, den 24. November 2021, von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP vorgestellte Koalitionsvertrag weist erstmals eine enge Verknüpfung der Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf. Die unter dem Dach von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. gegründete Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen begrüßt dies ausdrücklich und bestätigt, dass diese beiden Themen zusammengedacht werden müssen, weil digitale Infrastrukturen sowie digitale Technologien und Dienste große Potenziale für mehr Nachhaltigkeit und die Erreichung der Klimaziele bieten.

Das Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 bewerten die Unternehmen als ambitioniert, aber die ausreichende Umstellung auf Versorgung mit erneuerbaren Energien als unbedingt notwendig, um die mit einer angestrebten Klimaneutralität von Rechenzentren ab 2027 verbundenen Herausforderungen für die Wirtschaft, insbesondere Rechenzentren konstruktiv zu flankieren. Das geplante Ende der EEG-Umlage ab 2023 wird in diesem Kontext als hilfreich angesehen.

„Die Mitglieder der unter dem Dach des eco – Verband der Internetwirtschaft gegründeten Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Teil zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaziele beizutragen. Und schon heute ist die Ökobilanz der Digitalisierung positiv, in zahlreichen Wirtschaftsbereichen wird netto CO2 durch digitale Technologien und -anwendungen eingespart“, sagt dazu Dr. Béla Waldhauser, Sprecher der Allianz.

Nur ein Tag Homeoffice in der Woche könne, laut Greenpeace, beispielsweise 1,6 Millionen Tonnen CO2 im Jahr in Deutschland einsparen – Dank digitaler Technologien.

„Wir sind als Betreiber digitaler Infrastrukturen stolz darauf, in den letzten Jahren immer energieeffizienter die Digitalisierung vorangetrieben zu haben und auch in Sachen Abwärmenutzung erste Schritte gemeinsam mit den Kommunen und Stadtwerken zu gehen“, so Waldhauser weiter.

„Wir würden uns hier ein schnelleres Vorgehen in Sachen Kooperation und Planungsverfahren wünschen, aber vor allem muss Deutschland deutlich schneller die Klimawende in Deutschland vorantreiben. Rechenzentrenbetreiber sind per se erstmal keine CO2-Emmitenten, sondern Energiekonsumenten und in Sachen Energiemix hat Deutschland schlichtweg ein kritikwürdiges, da auf fossilen Brennstoffen basierendes, Angebot für uns. Daher gilt es, schneller erneuerbare Energien in ausreichender Menge bereitzustellen.

Mit unseren kontinuierlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und wenn uns der benötigte Energiemix zur Verfügung gestellt wird, können wir unseren Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele der Koalitionsparteien leisten. Kurzum: Um die ambitionierten Ziele dieses Koalitionsvertrages in Sachen Klimaneutralität für Rechenzentren zu erreichen, müssen Wirtschaft und Politik auf Bundes, Landes- und kommunaler Ebene eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir sind dazu bereit“, so Waldhauser.

Download der Pressemitteilung 

 

Baustopp für Rechenzentren gefährdet Wachstum und Wohlstand