13.08.2019

Internet Security Days 2019: Mit KI Cyberangriffe abwehren

  • eco Verband: Künstliche Intelligenz (KI) findet selbständig Anomalien und zeigt Strategien gegen akute Cyberangriffe
  • Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz verbessert Schutzniveau im Unternehmen

Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen können dazu beitragen, die Cyber-Sicherheit im Unternehmen zu verbessern. Die KI unterstützt etwa die Bewertung von Sicherheits-Warnungen und bei anderen Routine-Aufgaben. Das sagen 72 Prozent der Unternehmensentscheider, stellt eine YouGov Umfrage kürzlich fest*. Rund Zweidrittel (65 Prozent) der Befragten stimmten der Aussage zu, Methoden der KI sollten schon heute für die Abwehr von Cyber-Angriffen eingesetzt werden.

Prof. Dr. Jan Jürjens vom Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik ISST stimmt dem zu: „Künstliche Intelligenz kann im Sinne einer Anomalieerkennung mögliche Angriffsversuche schon während ihrer Ausführung erkennen und dadurch helfen, sie abzuwehren.“ Im Rahmen der Internet Security Days (ISDs) erläutert der Sicherheitsexperte am 26. September ausführlich, wie kognitive Systeme auf der Basis künstlicher Intelligenz die IT-Security unterstützen.

KI untersucht selbständig Anomalien im Datenstrom

So ist es bei traditionellen Security-Systemen für die Experten zum Teil sehr herausfordernd, aus dem täglichen Grundrauschen die wirklich bedeutsamen Hinweise herauszufiltern. Hier kann KI dabei helfen, Anomalien etwa durch eine Analyse von Metadaten inklusive deren Herkunft zu entdecken. „Mithilfe von künstlicher Intelligenz können auch neuartige Angriffe, die bislang nicht in den üblichen Angriffserkennungssystemen kodiert wurden, erkannt werden“, so Jürjens weiter.

Einen potenziellen Man-in-the-Middle-Angriff beispielsweise erkennt die KI dann schon bei der Dateneingabe, indem sie die fortlaufenden und historischen Ausgabedaten analysiert. Auch bei anderen signifikanten Abweichungen filtert sie diese heraus und weist die Experten im Unternehmen inklusive einer Bewertung darauf hin.

Weniger False-Positive-Meldungen mit Security-KI

„In der Kombination aus künstlicher und menschlicher Intelligenz lassen sich große Datenmengen schnell und präzise analysieren und in kürzester Zeit eine Abwehrstrategie für akute Cyberangriffe entwickeln“, sagt Cornelia Schildt, Sicherheitsexpertin im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. „Die KI alarmiert daraufhin Mitarbeiter frühzeitig und hilft so dabei, beispielsweise Phishing-Angriffe abzuwehren.“

Durch die exaktere Analyse der Datenströme im Unternehmen minimiert sich auch das Risiko für False-Positive-Meldungen, die die Prozesse im Unternehmen möglicherweise unnötig behindern. Zudem können sich Analysten stärker auf strategische Tätigkeiten konzentrieren.

* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 541 Unternehmensentscheider zwischen dem 15.11.2018 und 21.11.2018 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und setzen sich repräsentativ nach Beschäftigtenanteil pro Unternehmensgröße zusammen. Weitere Informationen zur Studie: https://www.eco.de/presse/das-sind-die-it-security-trends-2019/

Wie Künstliche Intelligenz die IT-Security unterstützt, darüber diskutieren rund 600 führende Experten am 26.-27. September 2019 im Rahmen der Internet Security Days (ISDs) im Phantasialand Brühl.

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