- Erste Website legte Grundstein: Digitale Transaktions- und Plattformmodelle generieren heutzutage als stärkstes Branchensegment knapp 40 Prozent der Erlöse der Internetwirtschaft
- Allein der B2B- und B2C-E-Commerce erzielt 2025 zusammen rund 68 Milliarden Euro Umsatz – bis 2030 sollen es etwa 112 Milliarden Euro werden
- Orientierung für Verbraucher:innen: eco gibt 5 Tipps zur Erkennung vertrauenswürdiger Websites
Vor 35 Jahren (6. August 1991) wurde das World Wide Web erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die erste Website des Forschungszentrums CERN ging an dem Tag online und erklärte, wie das Web funktionierte. Seitdem entwickelte sich das Internet rasant weiter: Laut aktuellen Erhebungen existieren heutzutage weltweit rund 1,5 Milliarden Websites.[1]
„Die erste Website war der sichtbare Startschuss für das kommerzielle Internet“, sagt Andreas Weiss, Geschäftsführer von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. „Sie zeigte, wie sich das bereits bestehende Internet als offener, weltweit vernetzter Informationsraum nutzen ließ und legte damit eine wichtige Grundlage für den heutigen Onlinehandel, digitale Plattformen und weitere Geschäftsmodelle.“
Die wirtschaftliche Bedeutung der mit dem offenen Web angestoßenen Entwicklung zeigt die eco-Studie „Die Internetwirtschaft in Deutschland 2025–2030: Zukunftsperspektiven für digitale Infrastrukturen“.[2] Die gemeinsam mit Arthur D. Little erstellte Untersuchung analysiert zentrale Segmente der deutschen Internetwirtschaft und ihre Entwicklung bis 2030. Demnach generieren digitale Transaktions- und Plattformmodelle als stärkstes Branchensegment knapp 40 Prozent der Erlöse der deutschen Internetwirtschaft. Allein der B2B- und B2C-E-Commerce erzielt 2025 zusammen etwa 68 Milliarden Euro Umsatz. Bis 2030 soll dieser Wert auf rund 112 Milliarden Euro steigen.
Die eigene Website als Anker im digitalen Wirtschaftsraum
Mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Webs haben sich auch die digitalen Vertriebs- und Kontaktwege vervielfacht. Heute erreichen Unternehmen und öffentliche Akteure ihre Zielgruppen über Websites, Marktplätze, Apps und soziale Netzwerke. Die eigene Website nimmt dabei trotz aller Auftrittsmöglichkeiten eine besondere Rolle ein. Unter einer eigenen Domain lässt sie sich selbst gestalten und unabhängig von einzelnen Plattformen betreiben.
„Die eigene Website mit eigener Domain ist der digitale Ankerpunkt eines jeden Unternehmens und öffentlichen Akteurs. Sie schafft Vertrauen, macht Angebote auffindbar und ermöglicht den direkten Kontakt im Netz“, sagt Weiss. „KI wird künftig mitprägen, wie Informationen im Web erstellt, strukturiert und auffindbar gemacht werden. Die eigene Domain bleibt dabei ein klar zuordenbarer Bezugspunkt.“
5 Tipps zur Erkennung vertrauenswürdiger Websites
Ein großer Teil von Information, Kommunikation und Geschäftsverkehr findet heute online statt. Gleichzeitig gilt: Eine professionell wirkende Website ist nicht automatisch seriös. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten unbekannte Angebote daher genauer prüfen und dabei insbesondere auf folgende Merkmale achten:
- Domain prüfen: Eine stimmige, korrekt geschriebene Domain ohne ungewöhnliche Zusätze ist ein guter erstes Indikator für ein seriöses Angebot.
- Anbieterangaben kontrollieren: Transparente und professionelle Websites stellen Impressum, Kontaktinformationen, Preise und Rückgabebedingungen leicht auffindbar bereit.
- HTTPS nutzen: Eine verschlüsselte Verbindung sorgt dafür, dass persönliche Daten und Zahlungen sicher übertragen werden. Moderne Browser können dabei unterstützen, indem sie auf fehlende Sicherheitsstandards oder bekannte Betrugsseiten hinweisen.
- Zahlungsarten hinterfragen: Vertrauenswürdige Shops bieten verschiedene, käuferfreundliche Zahlungsoptionen an.
- Warnsignale beachten: Realistische Preise, transparente Kommunikation ohne künstlichen Zeitdruck sowie stimmige, konsistente Angaben sprechen für ein seriöses Angebot. Externe Bewertungsportale und Rezensionen liefern hilfreiche zusätzliche Orientierung.
Quellen

