16.11.2015

„Die Aussichten sind rosig“

3. Auflage der Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2015-2019“ veröffentlicht

Die neue Studie „Die deutsche Internetwirtschaft 2015 – 2019“ basiert auf einer umfangreichen Analyse und zahlreichen Experteneinschätzungen. Bereits zum dritten Mal haben eco und Arthur D. Little die Branche unter die Lupe genommen. Ein paar Hintergründe verrät Dr. Michael Opitz, Head of TIME Practice Central Europe bei Arthur D. Little.

Herr Dr. Opitz, wie steht es aktuell um die Internetbranche in Deutschland?

Das Lied des Kaufmannes ist ein Klagelied, also man kann sagen, es kann immer besser gehen. Nein, Spaß beiseite. Die Wachstumsraten der Internetwirtschaft befinden sich auf lange Sicht im zweistelligen Bereich, somit geht es uns besser als den meisten anderen Wirtschaftszweigen. Die Aussichten sind rosig.

Wie hat sich die Branche im Verhältnis zur letzten Studie entwickelt?

Die deutsche Internetwirtschaft ist gemäß unseren Erwartungen sehr rasant gewachsen, mit jährlichen Wachstumsraten um etwa 14 Prozent zwischen 2012 und 2015 – und somit sogar um 2,5 Prozentpunkte mehr als damals prognostiziert.

Bei mittlerweile eindrucksvollen 73 Milliarden Euro Umsatzvolumen in 2015 ist die Internetwirtschaft ein bedeutender Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft.

Wie schätzen Sie die deutsche Branche im internationalen Wettbewerb ein?

Die deutsche Internetwirtschaft hat einige wenige Segmente, in denen deutsche Unternehmen weltweit exportieren (beispielsweise E-Publishing oder Internet Exchanges) oder in Europa führend sind (beispielsweise Mobile Internet oder B2C E-Commerce). In anderen Segmenten wird die deutsche Nachfrage im Wesentlichen von ausländischen Unternehmen abgedeckt (beispielsweise Infrastructure as a Service oder Gambling).

Generell ist die deutsche Internetwirtschaft im Vergleich zu anderen europäischen Ländern international wettbewerbsfähig. eco und Arthur D. Little arbeiten mit zahlreichen Protagonisten der deutschen Internetwirtschaft daran, dass dies auch so bleibt!

Wie kamen die Ergebnisse der Studie zustande?

Auf der einen Seite haben wir ein umfangreiches quantitatives Marktmodell erstellt und dafür sämtliches verfügbares Datenmaterial herangezogen. Auf der anderen Seite wurden zahlreiche Interviews mit Branchenkennern geführt, um Zahlen und Informationen zu validieren. Uns war es wichtig, alle Ergebnisse mehrfach von unterschiedlichen Experten aus dem Umfeld von eco und Arthur D. Little zu validieren, um größtmögliche Genauigkeit zu erzielen.