05.02.2024

eco Umfrage: Die Hälfte der Deutschen managt Finanzen online

  • Mit 43,7 Prozent ist Online-Banking am beliebtesten
  • Ihre Steuererklärung machen 24,9 Prozent online
  • Nur 45,4 Prozent verzichten ganz auf digitale Angebote für die Finanzverwaltung
  • eco Verband gibt 7 Tipps fürs sichere Online-Finanzmanagement

Rund jeder und jede zweite Deutsche (49,2 Prozent) nutzt digitale Angebote oder Plattformen zur Verwaltung der eigenen Finanzen. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V.. So erledigen 43,7 Prozent der Menschen ihre Bankgeschäfte online. Die Steuererklärung machen 24,9 Prozent digital am Rechner oder mit dem Smartphone. Die Geldanlage per Smartphone-App oder im Browser ist bei 16,9 Prozent beliebt und ihre Versicherungen verwalten 12,5 Prozent der Deutschen online. Knapp jeder oder jede zweite (45,4 Prozent) verzichtet aktuell noch vollständig darauf, Finanzen digital zu verwalten.

„Die eigenen Finanzen online zu verwalten, ist für einen wachsenden Teil der Bevölkerung selbstverständlich“, stellt eco Kompetenzgruppenleiter Olaf Pursche fest. „Der hohe Zuspruch zum Online-Banking zeigt, dass viele Menschen den Online-Finanzdienstleistern zutrauen, sicher mit ihren Daten und ihrem Geld umzugehen. Die gelungene Digitalisierung der Finanzbranche und die hohe Akzeptanz beim Kunden ist vorbildlich für andere Branchen, insbesondere für die dringend notwendige Digitalisierung der Verwaltung.“

Doch nicht nur die Finanzdienstleister selbst müssen höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen. Auch jeder Einzelne kann Einiges dafür tun, die eigenen Geräte und die eigene digitale Identität, sprich die eigenen Zugangsdaten, zu schützen und Cyberkriminellen keine Chance zu geben:

  1. Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails, Anhänge oder Links von Unbekannten. Cyberkriminelle suchen nach Schwachstellen, um über Phishing-Mails Malware oder Ransomware (Erpressungstrojaner) zu installieren. Die E-Mails, mit denen Cyberkriminelle versuchen an ihre Zugangsdaten für Online-Finanzanwendungen zu kommen, werden immer besser und sehen oft täuschend echt aus. Klicken Sie daher niemals auf Links in E-Mails, die Sie zu Anmeldeseiten führen. Rufen Sie lieber die Smartphone-App oder die Website Ihres Anbieters direkt auf und geben Ihre Zugangsdaten dort selbst ein.
  2. Nutzen Sie auf jeden Fall die angebotene 2-Faktor Authentifizierung. Viele Menschen sind damit zufrieden, Nutzername und Passwort einzugeben oder sich am Handy biometrisch zu authentifizieren, etwa per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Aber gerade, wenn es um das eigene Geld geht, sollte ein zweiter Faktor genutzt werden: Etwa ein Zugangscode per SMS, eine TAN-Nummer aus dem Generator oder die Bestätigung in einer separaten App.
  3. Vertrauen Sie nur Finanz-Apps aus den offiziellen Stores, etwa Google Play oder dem Apple App Store. Folgen Sie keinen Links, die Sie zu anderen App-Download-Portalen führen. Suchen Sie Apps direkt in den offiziellen App-Stores. Die Installation von Apps unbekannter Herkunft sollten Sie in den Einstellungen verbieten.
  4. Veranlassen Sie keine Finanztransaktionen über unbekannte WLAN-Netze. Vermeiden Sie offene oder unsichere WLAN-Netze an öffentlichen Orten wie Cafés, Restaurants oder im Biergarten. Setzen Sie im Zweifelsfall lieber auf das mobile Handynetz. Oder setzen Sie ein VPN (Virtual Private Network) ein, das die Daten zu Ihrem Finanzdienstleister durch einen verschlüsselten virtuellen Tunnel sicher überträgt.
  5. Richten Sie auf jeden Fall beim Laptop einen Passwortschutz und bei Tablet und Handy eine Displaysperre ein, die es verhindert, dass Unbefugte auf das Gerät zugreifen können. Nutzen Sie starke, kryptische Passwörter oder biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
  6. Geben Sie Schadsoftware, beispielsweise Erpressungstrojanern (Ransomware) keine Chance. Nutzen Sie Antiviren-Software und scannen Sie Ihre Smartphones, Laptops und Tablets regelmäßig mit einem aktuellen Antivirenprogramm. Stellen Sie Ihr Smartphone so ein, dass es Sie auf Updates hinweist oder diese direkt selbstständig installiert.
  7. Richten Sie die Möglichkeit ein, Ihr Handy oder Tablet aus der Ferne zu orten und auch zu sperren, um den Zugriff auf Ihre Nutzerdaten zu verhindern. Unter Android rufen Sie dazu android.com/find auf, analog melden Sie sich unter IOS bei iCloud.com/find an. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihr Gerät aus der Ferne zu orten und als verloren zu markieren.

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