eco
25.09.2017

„Gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen“

Aus der geplanten Kreativpause der Internetwoche ist für dieses Jahr die Internet-Impulse Köln entstanden. Gesucht wird ein neues, zukunftsfähiges Format. Wie es dazu kam, welche Veranstaltungen geplant sind und wie es mit der beliebten Eventwoche in der Domstadt weitergeht, erläutert Ben Kasselmann, eco Projektmanager Marketing & Events, im Interview.

Herr Kasselmann, warum gibt es in diesem Jahr statt der etablierten Internetwoche die „Internet-Impulse Köln“?

Vergangenes Jahr gab es die siebte Ausgabe der Internetwoche mit mehr als 12.000 Besuchern, mehr als 120 Veranstaltungen und mehr als 400 Stunden Programm. Das ist schwer zu toppen. Für 2017 war darum eine „Kreativpause“ geplant. Allerdings war der bereits angekündigte Termin in vielen Kalendern fest eingeplant und wir erhielten diverse Anfragen. Durch die Gespräche mit den verschiedenen Veranstaltern, Teilnehmern und „Hotspots“ der Region war klar, dass die Wünsche und Bedürfnisse an ein Format von Stadt, Industrieverband und Community sehr unterschiedlich sind.

Das Interesse und die Bemühungen der verschiedenen tollen Menschen und Unternehmen, gemeinsam das Format weiterzuentwickeln, haben uns dann wachgerüttelt. Kurzerhand haben wir mit der Stadt Köln gesprochen, wie wir doch etwas realisieren können. So ist die Idee entstanden, 2017 Impulse zu besprechen.

Da die Digitalisierung meist eine Optimierung zur Folge hat, sind gerade die Industrie und Wirtschaft zum Handeln aufgefordert. Dabei zeigt die Erfahrung der Internetwoche, dass Kölner Unternehmen täglich an der „Transformation“ mitwirken. Und genau mit diesen möchten wir ein Format anbieten, mit dem wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen.

Was macht eine Stadt „smart und sexy“ zum Leben und Arbeiten? Gemeinsam wollen wir hierzu Ideen für Stadt, Land und Wirtschaft erarbeiten sowie Impulse setzen. Das spiegelt sich auch in einer neuen Ausrichtung der Marke wider, die wir mit der Umbenennung für dieses Jahr kenntlich machen wollten.

Was hat es mit dem Motto „Think and Change“ auf sich?

Die Internet-Impulse sollen nicht nur zeigen und Gespräche darüber anbieten, was Digitalisierung bewegt. Sie sollen auch gemeinsame Veränderungen anschieben. Das Veranstaltungsangebot in der Region Köln und im Umland ist riesig. Gefühlt jeden Tag kann man parallel auf mindestens zwei verschiedenen Events Kontakte knüpfen und Vorträge hören. Bisher war die Internetwoche genau dafür da: sich auszutauschen. Und dabei beschweren sich alle immer, was in Deutschland nicht so gut läuft.

So bin ich froh, dass eco uns zusammen mit der Stadt die Gelegenheit gibt, die „Denker, Lenker und Interessierten“ zusammenzubringen. Wir haben über verschiedene Kanäle acht Themen definiert, die wir uns im Rahmen eines ThinkCamps anschauen möchten. Wir wollen mit allen, die etwas bewegen möchten, sprechen und vor allem Ideen entwickeln, was sich für die Zukunft in Deutschland tun muss. Wir wollen versuchen, zu definieren, welche Anforderungen sich Städte, aber vor allem auch die Wirtschaft stellen müssen.

Anschließend werten wir die Ergebnisse aus und versuchen so, einen Fahrplan für 2018 und hoffentlich auch darüber hinaus auf den Weg zu bringen. Dafür ist natürlich wichtig, dass auch die richtigen Menschen zum Denken und Handeln mitmachen. Und nur gemeinsam mit Unternehmen können wir auch Dinge anschieben, verändern und hoffentlich sogar für unser aller Wohl in Zukunft optimieren!

Wie viele Einzelveranstaltungen sind geplant und was erwartet die Besucher inhaltlich?

Wir, die Stadt Köln und eco, verstehen uns dieses Jahr als Impulsgeber und werden gemeinsam mit den Machern der Region zum Start der Woche beim ThinkCamp Impulse erarbeiten. Zum Ende der Woche stellen wir diese beim „CHANGE Together“ vor. Neben diesem Main-Event wird es mehr als 60 weitere Veranstaltungen in Köln geben. Viele tolle Unternehmen, Veranstalter und Institutionen bieten Wissenstransfer, Networking und Workshops zu aktuellen Themen der Digitalisierung kostenfrei an.

Welche Möglichkeiten gibt es, sich noch an dem Event zu beteiligen?

Natürlich kann jeder – und sollte vielleicht auch – irgendwo teilnehmen! Außerdem sollten alle Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Mitarbeiter zum ThinkCamp schicken. Nur wer mitmacht, kann auch was verändern. Für Veranstalter, die sich einbringen möchten, bieten wir einen Eventkalender an, in den wir die Angebote aufnehmen. Auch Sponsoren sind herzlich willkommen.

Wir hoffen dabei vielmehr auf das Mitwirken aller Profis der Region, als auf einen finanziellen Beitrag – aber schaden täte der bei unseren Zielen nicht! Wir möchten versuchen, das facettenreiche Angebot zu bündeln und so für das Jahr 2018 auch über die Stadtgrenze hinaus mit Impulsen der Region zu präsentieren.

Von daher gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Wir möchten die Planungen für das Jahr 2018 schon in diesem Jahr starten. Meldet euch gerne bei uns mit Fragen, Anregungen und Angeboten. Gemeinsam finden wir einen Weg für „die“ Zukunft!

Ben Kasselmann
Kontaktperson