13.05.2019

Im Gespräch mit Tijen Onaran, GDW Global Digital Women GmbH

Es gibt tausende gute Gründe, warum die Internetwirtschaft weibliche Verstärkung braucht. Schließlich stehen zahlreiche Jobs dem Fachkräftemangel gegenüber oder aber homogene Teams und Denkweisen Innovationen im Wege. Die Digitalbranche boomt, täglich entstehen neue digitale Geschäftsmodelle und schaffen lukrative Jobs, doch die lassen sich Frauen noch zu häufig entgehen. Wir wollen das ändern. In unserer Serie „Frauen in der Tech-Branche“ kommen inspirierende weibliche Fach- und Führungskräfte der Internetbranche zu Wort. Dabei sprechen wir über die wirklich wichtigen Themen: von Entwicklungsperspektiven über Karrieretipps und Zukunftswünsche bis hin zu den Herausforderungen in einem männerdominierten Arbeitsumfeld und warum Arbeit in der Internetbranche Spaß macht. Dieses Mal mit: Tijen Onaran, CEO & Founder bei GDW Global Digital Women GmbH.


Was steht auf Ihrer Visitenkarte?

Onaran: Ich habe Visitenkarten abgeschafft, weil ich sie selber kaum noch nutze. Auf den Veranstaltungen ist es eher so, dass man schnell sein Handy zückt und sich vernetzt auf digitalen Plattformen wie XING, LinkedIn, Twitter oder Instagram. Das ist für mich auch nachhaltiger. Wenn ich welche hätte, würde dort stehen: Tijen Onaran, CEO & Founder bei GDW Global Digital Women GmbH


Sie sind Unternehmerin, Speakerin bei Events und Podiumsdiskussionen, schreiben unter anderem für das Handelsblatt, haben gerade ein Buch zu Thema Networking veröffentlicht und engagieren sich in der internationalen Initiative Global Digital Women für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche. Was muss ich mitbringen, um so viel zu bewegen wie Sie? Was würde mich an einem typischen Arbeitstag erwarten?

Onaran: Also Sie müssten auf jeden Fall ganz viel Ausdauer mitbringen und ganz viel Geduld. Die Fähigkeit jeden Tag neu zu starten, weil es keine Gewohnheit und Routine gibt. Wichtig ist auch Freude am Risiko und am Unsicheren, das bringt das Unternehmertum einfach mit sich. Es kann sich alles so schnell drehen und wenden. Es kann sein, dass man am Ende der Woche an einem ganz anderen Punkt steht als am Anfang der Woche. Dazu braucht es vor allem Resilienz, Kraft, Ausdauer und Energie.

 

Sie sind ganz bestimmt ein Vorbild für viele Frauen. Wenn Sie eine Frau beliebigen Alters nach einem Karriere-Tipp fragen würde? Was wäre Ihrer?

Onaran: Ich glaube, wichtig ist, dass man sich selbst immer wieder sagt: Es gibt nichts, was ich nicht schaffen kann, ob man jetzt ein Unternehmen gründet oder in einem Unternehmen arbeitet. Es ist elementar, sich nicht entmutigen zu lassen und seinen Weg zu verfolgen und zu wissen, wohin man eigentlich will. Das war auch bei mir die Basis. Ich habe mich sehr intensiv damit beschäftigt, was ich eigentlich richtig gut kann und was ich in meinem Leben erreichen möchte. Je klarer man für sich selbst ist, desto klarer ist es auch dem Umfeld. Das ist sehr wichtig, wenn man beispielsweise einen Mentor sucht. Die besten Mentoring-Beziehungen sind die, die auf einer solchen Klarheit fußen. Daher ist für mich das Credo: Sei dir bewusst darüber, was du erreichen willst, was du von dir selbst erwartest, was du dir wünschst und lass dich nie von diesem Weg abbringen.


Haben Sie selbst noch Vorbilder? Und wenn Sie selbst eine beliebige, weibliche Persönlichkeit (gerne aus der Tech-Branche) – egal ob lebendig oder tot – treffen dürften: Wer wäre es und warum?

Onaran: Erstmal habe ich ganz großartige Eltern, die immer meine Vorbilder waren und die auch immer meine Vorbilder bleiben werden. Das ist ganz wichtig, dass man schon ganz früh Menschen in seinem Umfeld hat, die einen inspirieren – idealerweise ist das die Familie. Heute in meiner beruflichen Tätigkeit wäre es Melinda Gates. Ich habe sie leider noch nie persönlich getroffen. Ich finde sie großartig, weil sie ihre Präsenz und ihre Stärke auch dazu nutzt, gerade Frauen aus der Tech-Branche zu empowern. Sie engagiert sich zudem sehr für das Thema Diversität in der Tech-Branche.

 

Sie sind Gründerin von Global Digital Women e. V., einem Netzwerk, das sich für mehr Frauen in der Internetbranche stark macht. Was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Themen, die Frauen bewegen?

Onaran: Was viele Frauen bewegt, ist sicherlich das Thema Digitalisierung in Hinblick auf die Karriere. Ob es tatsächlich so ist, dass die Digitalisierung die Karrierechancen von Frauen erhöht. Das ist ja auch eine meiner Thesen. Ich bin persönlich sehr überzeugt davon. Es gibt auch diverse Studien, die das belegen. Bei den regelmäßigen Treffen der Global Digital Women stellen wir uns jedoch nicht nur die Frage, ob, sondern wie genau diese neuen Karrierechancen überhaupt entstehen und wie man sie ergreift. Wir schauen uns verschiedene Berufsfelder an und sind bei Unternehmen zu Gast. Die Gastgeberin erzählt von ihrem Job, der zu 100 bis 150 Prozent mit Digitalisierung zu tun hat, beispielsweise als CDO oder CIO. Es ist sehr spannend, die verschiedenen Lebens- und Karrierewege zu sehen und zu verstehen, dass man eben nicht Programmieren können muss, um in der Digitalbranche zu landen, aber dass man den Mechanismus dahinter verstehen muss und dass man die Sprache des Programmierens verstehen muss. Das wollen wir mit unserer Arbeit eben auch zeigen, dass es unheimliche Chancen gibt, die die Digitalisierung bietet und völlig neue Berufsbilder entstehen. Es ist an der Zeit, dass Frauen diese Chancen ergreifen, weil sie auch über die Digitalisierung sichtbar werden.

 

Wie sehen die Chancen für Frauen durch die Digitalisierung denn konkret aus?

Onaran: Einerseits gibt es eben neue Jobs und Berufsbilder, die es vor zehn Jahren nicht gab wie beispielsweise CDO oder CIO. Dadurch, dass eine neue Stelle geschaffen wird, wird häufig zugleich eine neue Abteilung gegründet oder eine Stabsstelle installiert. Das ist eine tolle Gelegenheit dieses Hierarchiegefälle, was häufig in Unternehmen vorhanden ist, zu überbrücken. Das bedeutet, dass Frauen, wenn sie solche Positionen bekleiden, eben relativ schnell aufsteigen können. Das zweite ist das Thema Sichtbarkeit. Ohne Digitalisierung gäbe es das Internet nicht und ohne das Internet auch kein Social Media. Ich treibe das Thema Sichtbarkeit sehr stark voran: Denn Frauen, die sich digital zeigen, Storytelling betreiben und über ihre Erfolge erzählen, bekommen eine unheimliche Sichtbarkeit und sind nicht mehr darauf angewiesen, dass der Chef auf die Schulter klopft und sagt: „Was für einen tollen Job du machst“. Durch die externe Visibilität steigt auch die interne Visibilität. Das bedeutet, es ist auf einmal greif- und fassbar, was diese Frauen in den Unternehmen leisten.


In einem Anfang des Jahres erschienen Artikel im Handelsblatt 2019 schreiben Sie „2019 ist das Jahr der Frauen“. Wir machen Sie jetzt einmal zur Chefredakteurin eines Leitmediums – egal ob Bild oder FAZ: Welche Schlagzeile würden Sie zum Thema „Diversity/Frauen in der Tech-Branche“ im Aufmacher-Artikel gerne lesen? Und was soll in dem Artikel stehen?

Onaran: Ich würde gerne lesen: Ohne Frauen keine Digitalisierung. Weil ich das auch so sehe. Einer unserer Claims lautet schon jetzt: Ohne Diversität keine Digitalisierung, aber um es provokanter zu sagen, würde ich auf Frauen und die Genderthematik abstellen. Da besteht einfach extremer Nachholbedarf. Das trifft auf Großkonzerne genauso zu wie auf den Mittelstand oder Start-ups. Es sind immer noch weniger Frauen in diesen Jobs. Daher würde ich mir diese Schlagzeile wünschen. In dem Artikel selbst würden Vorbilder vorkommen, die eben schon digitale Rollen in den Unternehmen bekleiden. Zudem würde thematisiert, was es konkret heißt, wenn man mehr Frauen oder eben mehr Diversität, mehr Gender-Diversity in den Unternehmen einbindet. Konkret: Was das für die Innovationsfähigkeit bedeutet, warum es wichtig ist, wettbewerbsfähig zu sein. Warum junge Talente Diversität sehr stark nachfragen. Da gibt es Studien und darauf würde ich in dem Artikel abzielen.

 

Auf Ihrem Twitter-Account haben Sie einmal gepostet: „Ziemlich viele Typen in der Gründerszene sind der personifizierte schlechte Pitch. Protz statt Persönlichkeit, Ego statt Team und Show vor Kompetenz. Zeit, dass es mehr Investorinnen gibt!“ Gibt es stereotypische männliche Verhaltensweisen, die Sie stören? Und haben Sie einen Tipp wie ich solchen als Frau wirksam begegnen sollte.

Onaran: Ich bin kein Fan von Stereotypen. Als ich das getwittert habe, das war nach einem Telefongespräch mit einem Gründer, der von sich selbst dachte, dass er ein sehr toller Gründer ist und vor allem sehr wichtig. Das hat mich sehr gestört, weil ich festgestellt habe, dass ich immer mal wieder an den Moment komme – sei es jetzt in der Start-up-Szene oder anderen Branchen und Bereichen –  dass es so einen bestimmten Männer-Typus gibt, der ganz selbstverständlich bestimmte Rollen als gegeben ansieht. Also der sagt: „In Führungspositionen da brauchst du schon so eine Hau-drauf-Mentalität und eine Ellenbogenkultur.“ Ich glaube, das sind Menschen, die einfach anders sozialisiert sind. Es gibt jetzt aber einfach eine neue Zeitrechnung und eine neue Unternehmenskultur, wo man beispielsweise nicht mehr auf klassische Hierarchien setzen sollte, sondern eher das Thema Kollaboration vorantreibt. Die Unternehmen merken einfach, dass die neue Generation das einfordert. Da braucht es eine neue Tonalität und auch ein neues Verständnis von Führung. Und deshalb werden diese Art von Typen mit der Zeit verschwinden. Weil sie mit ihrer Art und Weise, wie sie Chef sein verstehen, an Grenzen geraten. Und es gibt viele junge Menschen und gerade auch junge Männer, die das total ablehnen. Die wollen nicht nur mit einem Typus Mensch an einem Tisch sitzen und die wollen auch nicht nur mit Männern zusammenarbeiten.

 

Wenn mir dieser Typus jetzt in meinem beruflichen Alltag dennoch begegnet, haben Sie da einen Tipp? Wie nehme ich solchen Männern den Wind aus den Segeln auf eine souveräne Art und Weise?

Onaran: Ich glaube, es hilft sehr schlagfertig zu sein. Wirklich daran zu arbeiten. Wenn man merkt, ich bin da in einer seltsamen Diskussion drin, sich zu fragen, wie kann man schlagfertig auf Dinge reagieren. Das andere ist, wenn man sich gar nicht mehr wohl fühlt, dann muss man sich auch jemandem anvertrauen. Wenn man feststellt, es geht um Machtspiele oder darum zu demonstrieren, wer jetzt total wichtig im Unternehmen ist, dann hilft es, Allianzen zu bauen. Mit wem kann ich Allianzen schmieden? Was für ein Netzwerk brauche ich innerhalb eines Unternehmens? Dann sollte man auf diese Fürsprecher setzen. Deshalb ist mir das Netzwerkthema so wichtig. Im Moment, in dem du Leute hast, die dir den Rücken stärken, fällt es auch nicht so ins Gewicht, dass da so ein Typus ist, der aus einer Zeit kommt, die total tradiert ist. Weil du immer Menschen haben wirst, die dich in dem was du machst unterstützen und dir den Rücken stärken. Daher sollte man selbst an seinem Netzwerk arbeiten, Fürsprecher finden und sich eine gesunde Portion Schlagfertigkeit erarbeiten. Wenn man merkt, das alles hilft nicht, dann muss man wirklich auch offizielle Wege gehen und schauen, dass man Grenzen aufzeigt und aktiv kommuniziert bis hierhin und nicht weiter.

 

Unsere vorherige Interview-Partnerin Ursula Franken hat uns folgende Frage für Sie mitgegeben: Was ist beziehungsweise war bislang Ihre kniffligste berufliche Herausforderung? Und hatte diese etwas damit zu tun, dass sie eine Frau sind?

Onaran: Also die kniffligste berufliche Herausforderung war und ist auch aktuell für mich mein Unternehmen so aufzusetzen, dass wir dem Wachstum, dem wir gerade gegenüberstehen, gerecht werden. Überhaupt mit all den Sachen, die wir machen, hinterherzukommen. Zum Beispiel Prozesse, die wir optimieren müssen und alles, was ein Start-up – so wie wir es eben sind – herausfordert, wenn es wächst. Ich glaube, mein Vorteil ist, dass ich mein Unternehmen zusammen mit meinem Mann gegründet habe und führe. Ich merke einfach sehr, sehr stark, dass die unterschiedlichen Blickweisen uns total in unserem beruflichen Alltag helfen. Ich bin sehr froh, dass er mit dabei ist, weil seine Perspektive nochmal eine komplett andere ist als meine. Das ergänzt unsere Arbeit ganz großartig. Ich bin jemand, ich arbeite sehr schnell und will Projekte schnell umgesetzt haben, am liebsten schon morgen. Häufig habe ich aber nicht darüber nachgedacht, was es für die Umsetzung dieser Idee noch alles braucht. Mein Mann denkt alles durch von A bis Z. Was sind die Risiken? Was kann passieren, wenn es nicht gut läuft, aber auch wenn es gut läuft? Diese ganzheitliche Perspektive hilft natürlich mit meiner situativen Perspektive sehr, dass wenn wir Projekte angehen, wir einerseits den Antrieb haben und auf der anderen Seite nochmal eine Durchdachtheit und ein stückweit auch eine Langfristigkeit, die dann hilft, das Projekt auch so aufzusetzen, das es funktioniert.

 

Wie sieht das ideale Team denn aus? Gibt es aus Ihrer Sicht eine Erfolgsformel zur Zusammensetzung von Teams?

Onaran: Also was ich feststelle ist: je diverser desto besser. Das merke ich bei uns: Wir sind aktuell zehn Leute in unserem Team. Das ist schon eine Größe, an der man Teamdynamiken erkennen und bewerten kann. Diversität zielt dabei nicht nur auf unterschiedliche Geschlechter, sondern auch auf unterschiedliche Erfahrungswerte ab. Wenn das Team beispielsweise aus Menschen besteht, die selbst gegründet haben, dann bringen die natürlich dieses Thema Entrepreneurship stark ins Unternehmen rein. Sie denken auch unternehmerisch innerhalb des Unternehmens. Oder es gibt Leute, die haben schon länger beim Amt oder in einer Behörde gearbeitet, die bringen natürlich auch eine gewisse Nachhaltigkeit und Prozesse da rein. Diversität bedeutet aber auch, dass es anstrengend ist. Es ist nicht so, dass wir immer dasitzen und superschnell zu einem Konsens kommen. Diverse Teams bedeuten eben auch, dass es Zeit braucht bis man sich mal auf ein Ziel geeinigt hat beziehungsweise auf den Weg zum Ziel. Das ist etwas, was große Unternehmen mitunter eben auch scheuen, weil Diversität eben auch Diskussion und Diskurs bedeutet und das kann manchmal aufhalten, aber hinten raus führt es eben auch dazu, dass man innovativer ist.

 

Netzwerken ist Ihr Herzensthema. Sie haben gerade Ihr Buch „Die Netzwerkbibel“ veröffentlicht. Angenommen ich möchte mein Netzwerk erweitern, was sind Ihre Quick-Tipps: Was sollte ich tun?

Onaran: Erstmal ist es ganz wichtig, die Frage zu beantworten, an welchem Punkt meiner Karriere stehe ich aktuell und was erwarte ich von meinem Netzwerk. Also geht es beispielsweise darum, den nächsten Karriereschritt zu machen oder die Branche zu wechseln? Das hilft die Frage zu beantworten: Was erwarte ich von meinem Netzwerk und umgekehrt sich aber auch zu fragen, was kann ich in mein Netzwerk einbringen? Netzwerken besteht eben aus Nehmen und Geben. Das zweite ist Social Media. Social Media demokratisiert das Netzwerken. Weil ich auf einmal zu ganz vielen Menschen Kontakt aufnehmen kann, was früher nicht ging, weil sie woanders sitzen, sie international unterwegs sind oder weil sie in tradierten Unternehmen eine Hierarchie über mir stehen. Die digitalen Kanäle ermöglichen mir, dass ich die Kontaktaufnahme starten kann. Das Digitale ist ein stückweit ein Türöffner. Daher mein Appell: Schauen Sie, welcher der Kanäle für Sie wichtig ist und wo Sie Zeit investieren können und möchten. Und das Letzte ist, zu schauen, wer sind Kontakte, die nicht nur da sind, wenn ich erfolgreich bin, sondern auch wenn ich scheitere oder den Job verliere. Wer sind Kontakte, auf die ich in der Krise zurückgreifen kann? Meine Empfehlung ist großen Wert auf nachhaltige Kontakte zu legen. Mein Credo lautet: Ein richtig gutes Netzwerk zeigt sich in der Krise. Es geht daher nicht darum auf Quantität zu setzen beim Netzwerken, sondern eher auf Qualität.


Wir treffen beim nächsten Mal Stefanie Kemp,
Director Innovation & Transformation bei der Lowell Gruppe. Was sollen wir Sie fragen?

Onaran: Meine Frage lautet: Was hilft in der Krise?

 

Vielen herzlichen Dank für das Interview, Frau Onaran.

 

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