Das von eco – Verband der Internetwirtschaft und ICANN veranstaltete ICANN86 Readout brachte Akteure der Internet-Governance zusammen, um die Höhepunkte des ICANN86 Policy Forum in Sevilla zu beleuchten. Mehr als 1.300 Teilnehmende aus 124 Ländern und Gebieten nahmen an der Veranstaltung in Sevilla teil. Davon waren fast 550 Personen online zugeschaltet, um die jüngsten Entwicklungen in der ICANN-Richtlinienarbeit und im Domain Name System (DNS) zu diskutieren.
Zu den wichtigsten Themen gehörten:
DNS-Missbrauch: Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Überprüfung verbundener Domains, die Umsetzung von Richtlinien und die laufenden Bemühungen, die Bekämpfung von DNS-Missbrauch weiter zu stärken.
Registrierungsdaten: Das Supplemental Recommendations Team setzte seine Arbeit an der Verbesserung des Standardized System for Access and Disclosure (SSAD) fort. Dabei ging es unter anderem um Authentifizierung, Offenlegungsanträge und betriebliche Anforderungen.
Menschenrechte: Die Beteiligten diskutierten darüber, Menschenrechtsfolgenabschätzungen in die Richtlinienentwicklung zu integrieren, um bei der Bekämpfung von Missbrauch zugleich den Schutz der Privatsphäre und der Grundrechte zu gewährleisten.
Überprüfungsverfahren: Die Community befasste sich mit Vorschlägen zur Modernisierung des ICANN-Rahmens für Überprüfungsverfahren, zur Stärkung der Rechenschaftspflicht und zur effizienteren Gestaltung künftiger Überprüfungen.
Governance der regionalen Internet-Registrierungsstellen: Die Arbeiten an der Aktualisierung von ICP-2 wurden fortgesetzt. Ziel ist es, die Governance, Rechenschaftspflicht und operative Resilienz der regionalen *Internet-Registrierungsstellen zu stärken.
Universal Acceptance und neue gTLDs: Die Diskussionen verdeutlichten die Fortschritte auf dem Weg zu einem mehrsprachigen Internet sowie die ausgeweitete Unterstützung für Antragstellende in der nächsten Runde neuer generischer Top-Level-Domains.
Künstliche Intelligenz: Die Teilnehmenden untersuchten den wachsenden Einfluss künstlicher Intelligenz auf den DNS-Betrieb und den DNS-Missbrauch. Zugleich betonten sie, dass die weiteren Entwicklungen zunächst beobachtet werden sollten, bevor neue Richtlinienmaßnahmen in Betracht gezogen werden.
Zum Abschluss des Readouts bekräftigten die Beteiligten ihr gemeinsames Engagement, die Richtlinienarbeit von ICANN durch die kontinuierliche Zusammenarbeit innerhalb der Multistakeholder-Community voranzubringen.
Die vollständige Aufzeichnung ist jetzt verfügbar:
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