eco
17.08.2021

Neu bei den eco://awards 2021: Kategorie Nachhaltigkeit

Zum ersten Mal verleihen wir die eco://awards in diesem Jahr auch in der Kategorie Nachhaltigkeit. Das Jahr 2021 hat gezeigt: Noch nie haben wir klimaschonende oder klimapositive digitale Lösungen so sehr gebraucht wie jetzt. Tatjana Hein, Projektmanagerin fĂŒr den Bereich Internet of Things (IoT) und kĂŒnstliche Intelligenz betreut die Kategorie Nachhaltigkeit als Patin. Sie steht fĂŒr Fragen von Unternehmen, Initiativen und Projekten mit nachhaltigen IT-Lösungen bereit. Im Interview sprechen wir ĂŒber effiziente Rechenzentren, klimafreundliche MobilitĂ€tslösungen und Kreislaufwirtschaft und warum diese auch fĂŒr die Internetwirtschaft von essenzieller Bedeutung sind.

 

Warum hat das Thema Nachhaltigkeit fĂŒr die Internetwirtschaft so eine große Bedeutung?

Hein: Das Thema Nachhaltigkeit rĂŒckt vor allem im Kontext der Internetwirtschaft verstĂ€rkt in den Fokus. Denn Klimawandel und Digitalisierung bilden entscheidende Treiber fĂŒr die globale Transformation. Dabei ist es zukĂŒnftig unabdingbar, digitale Technologien und Nachhaltigkeit von Anfang an gemeinsam zu denken. Gut gesteuert und durchdacht umgesetzt hat die Digitalisierung das Potenzial, nachhaltige GeschĂ€ftsmodelle zu ermöglichen und langfristig zu etablieren.
Es gilt also in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel MobilitĂ€t, Landwirtschaft, Ressourcenverbrauch und Konsum, komplementĂ€re Systeme neu und zusammen zu denken. Digitalisierung kann fĂŒr dringende VerĂ€nderungen bewusst genutzt werden.
Dezentral erzeugte erneuerbare Energie braucht digitale Steuerung. Klimafreundliche MobilitĂ€t braucht digitale Navigation und VerknĂŒpfung von Anwender:innen und Angeboten in Echtzeit. Kreislaufwirtschaft braucht digitale Produktdaten aus transparenten Rohstoff- und Lieferketten. Und die Internetwirtschaft braucht mehr Nachhaltigkeit! Deswegen möchten wir in diesem Jahr zum ersten Mal auch Digitalunternehmen, Initiativen oder Projekte auszeichnen, die klimaschonende oder klimapositive GeschĂ€ftsmodelle entwickeln. Denn es ist wichtig, die Digitalisierung selbst umweltgerecht umzusetzen. Auch digitale Infrastrukturen verbrauchen Rohstoffe und Energie entlang globaler Wertschöpfungsketten. Software, Rechenzentren und EndgerĂ€te mĂŒssen effizienter werden und Wertstoff-KreislĂ€ufe mĂŒssen geschlossen werden.

 

In welchen Bereichen gibt es noch große Nachhaltigkeitspotenziale fĂŒr Unternehmen?

Hein: Im digitalen Umfeld schlummern noch einige Nachhaltigkeitspotenziale, die es fĂŒr Unternehmen und insbesondere fĂŒr die Internetwirtschaft auszuschöpfen gilt. Im Bereich der digitalen Infrastrukturen gibt es Rechenzentren, deren AbwĂ€rme beispielsweise effizient genutzt werden kann und fĂŒr die WĂ€rmeversorgung von GebĂ€uden eingesetzt wird. Auch der Bereich IT-Sicherheit hat Potenzial: Hier können lĂ€nger verfĂŒgbare Software-Updates fĂŒr eine langfristige Nutzung von EndgerĂ€ten und Anlagen sorgen. Als drittes gibt es den Bereich MobilitĂ€t: Smarte MobilitĂ€tsprojekte könnten das Verkehrsaufkommen in GroßstĂ€dten nachhaltig verĂ€ndern und neben viel Platz auch Co2-Emissionen einsparen.

 

Welche Unternehmen können sich fĂŒr die Kategorie Nachhaltigkeit bei den eco://awards bewerben?

Hein: Wir suchen fĂŒr den eco://award 2021 nach Unternehmen, Initiativen oder Projekte mit innovativen, marktreifen Produkten oder Verfahren, die das Internet als Basis oder als intelligente ErgĂ€nzung nutzen. Dabei ist besonders wichtig, dass sie nachhaltig agieren und wirtschaften oder andere Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit befĂ€higen. Neue digitale GeschĂ€ftsmodelle, die durch nachhaltiges Wirtschaften eine Ressourcenschonung ermöglichen, eignen sich besonders gut. Wir freuen uns auf Einreichungen aus ganz Deutschland, die unserer Fachjury bewertet!

Vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch!

 

Hier können Sie sich fĂŒr die eco://awards bewerben. Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum Einsendeschluss am 30. August per Mail an awards@eco.de.

Tatjana Hein ist Projektmanagerin fĂŒr den Bereich Internet of Things (IoT) und kĂŒnstliche Intelligenz (KI) beim eco – Verband der Internetwirtschaft. Sie ist verantwortlich fĂŒr Themen wie Smart Factory, Smart City und Smart Home sowie fĂŒr MobilitĂ€tsfragen. Bevor sie 2020 zum eco Verband kam, war sie Content Managerin und Creator bei einem europĂ€ischen Analytics-Anbieter und Gastautorin bei verschiedenen Magazinen (u.a. Big Data Insider, Website Boosting, UPLOAD Magazin, marconomy, Contentbird).

Tatjana Hein