12.03.2024

Future First: eco blickte mit Mitgliedern beim MWC 2024 in die Zukunft

Gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen nahm der eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. am Mobile World Congress 2024 teil. Am NRW-Gemeinschaftsstand zeigten eco, VS-Apps, VIVAI und Janado Lösungen für das Internet of Things der Zukunft. Dr. Bettina Horster, Leiterin der eco Kompetenzgruppe IoT, repräsentierte als Länderreferentin den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. eco Mitglied Huawei bot eine Guided-Tour mit Networking-Lunch.

Auch im Jahr 2024 strömten wieder rund 100.000 Technikbegeisterte, Branchenführer und Visionäre in die Fira Gran Via in Barcelona zum Mobile World Congress (MWC). Mit 1.100 Speaker:innen und 2.700 Ausstellern und Sponsoren ist der MWC eine der größten Technologiekonferenzen des Jahres. Vom 26. - 29. Februar 2024 wurden bahnbrechende Innovationen, Zukunftstechnologien und die Trendthemen der Branche präsentiert. Von der ehemals reinen Mobilfunkmesse hat sich der MWC zu einer der führenden Messen für IoT, Infrastruktur, Technologie und entsprechende Anwendungen etabliert.

In diesem Jahr war der eco Verband abermals Teil des NRW-Gemeinschaftsstands, ausgerichtet von NRW.Global Business und der Messe Düsseldorf. Bereits zum zweiten Mal hat Dr. Bettina Horster, Leiterin der eco Kompetenzgruppe IoT, als Länderreferentin den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen repräsentiert.

„Zusammen mit hervorragenden Ausstellern, NRW.Global Business und dem eco als Partnern ist auf dem MWC24 ein beeindruckendes Team entstanden. Wir konnten unser Netzwerk in diesen Tagen erweitern, um auch zukünftig die modernsten Technologien in den Bereichen Apps, Web und Cloud nutzen zu können", so Marco Bellof, Geschäftsfüher, VS-Apps zur gemeinsamen Präsenz am Gemeinschaftsstand.

eco am NRW-Gemeinschaftsstand beim MWC
Aussteller am NRW-Gemeinschaftsstand beim MWC

Da sich beim Mobile World Congress im Kern nach wie vor alles um Konnektivität dreht, zog sich das Thema Infrastruktur auch durch alle Themenfelder der Messe.

  • 5G
  • Digital Everything – Fokus IoT
  • Künstliche Intelligenz
  • Hardware-Innovation
  • Nachhaltigkeit

5G-Beschleunigung

Da der 5G-Zugang immer mehr zunimmt, steigt auch die Nachfrage nach verbesserter Effizienz. Open RAN war auf der Konferenz eines der wichtigsten Themen. Durch die Entkopplung von Infrastruktur und Software verspricht Open RAN ein flexibleres und interoperables RAN-Ökosystem. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören eine schnellere Bereitstellung und Skalierung der Netzinfrastruktur, niedrigere Investitions- und Betriebskosten sowie eine verbesserte Sicherheit.

Die IoT- und 5G-Revolution

Besonders herausgestellt wurde die zentrale Rolle des Internets der Dinge (IoT) und der 5G-Netze für die digitale Transformation. Von Smart-Home-Lösungen über Präzisionslandwirtschaft und der Überwachung seismischer Aktivitäten bis hin zu mehr Nachhaltigkeit durch digitale Lösungen – diese Technologien verändern unsere Interaktion mit der Welt um uns herum. Das Potenzial für intelligente Städte mit verbesserter Energieeffizienz, optimierter Mobilität und erhöhter Sicherheit ist ein Beweis für die transformative Kraft von IoT und 5G.

Digital Everything

Neben den klassischen IoT-Anwendungsfeldern – Smart Cities, Smart Buildings, Smarte Homes und Smart Factories – präsentierten sich auch weitere Branchen und Lösungen, die die Vorteile von 5G und IoT nutzen. Digital Health nahm viel Raum ein und zeigte sich mit innovativen Projekten und Ansätzen, die allerdings noch relativ am Anfang stehen. Aber auch die Wertschöpfungskette der Lebensmittelindustrie sowie Sport und Unterhaltung haben die zentrale Rolle vom Zusammenspiel von 5G und IoT erkannt und die Aussteller zeigten ihr Lösungen.

Das zeigt, dass der IoT-Bereich weiterhin stark wächst und man hier noch einige Innovationen erwarten kann. Bedingt durch die verstärkte Digitalisierung in allen Bereichen, steigt auch die Nachfrage nach eigenen Apps im B2B-Umfeld, vor allem im Manufacturing. Dort setzt das eco Mitglied VS-Apps, ein Mitausteller am NRW-Gemeinschaftsstand, mit individuellen App-Lösungen an. „Unternehmen haben in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung und Anwendung von Business-Apps zur Kundenbindung und Prozessautomatisierung gemacht. Einige haben erkannt, dass digitale Transformation ein Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit ist“, so Florian Schulz, Geschäftsführer, VS-Apps.

Künstliche Intelligenz

Der Superstar des MWC 2024 war allerdings die künstliche Intelligenz. KI durchdrang jeden Winkel der Konferenz, von virtuellen Assistenten bis hin zu bahnbrechenden Übersetzungstechnologien. Die von Google vorgestellten Innovationen im Bereich der visuellen Suche deuteten auf eine Zukunft hin, in der ein nahtloser Zugriff auf Informationen zur zweiten Realität wird. Darüber hinaus zeigte die Integration generativer KI-Modelle als virtuelle Assistenten, insbesondere im Gesundheitswesen, das transformative Potenzial der KI bei der Revolutionierung von Servicequalität und Effizienz in verschiedenen Branchen.

Jedoch muss auch klar gesagt werden, dass Empathie und nonverbale zwischenmenschliche Kommunikation zu den Fähigkeiten gehören, die noch weit von den Fähigkeiten heutiger und unmittelbar absehbarer Generationen von KI entfernt sind. Zwar ist KI ein leistungsfähiges und wirksames Instrument zur Verbesserung unseres persönlichen und beruflichen Lebens, aber wir sind sehr weit entfernt von beängstigenden „Was-wäre-wenn“-Szenarien, die oft in diesem Zusammenhang gezeichnet werden.

Guided-Tour am Stand von Huawei beim MWC

Hardware-Innovationen

Zu den Highlights zählten ebenfalls die beeindruckenden Vorführungen technologischen Einfallsreichtums. Die Hersteller sprengten konventionelle Normen mit Produkten, die fast schon an Science-Fiction erinnerten: Geräte, die sich wie Papier falten lassen und Laptops mit transparenten Bildschirmen. Diese Innovationen verblüffen nicht nur durch ihre technische Brillanz, sondern öffnen auch Wege für verbesserte Nutzer:innen-Erfahrungen und neue Arten der Interaktionen.

Neben den innovativen Neuerungen im Hardware-Bereichen, setzt die Branche auch auf mehr Nachhaltigkeit und die Wiederverwertung gebrauchter Hardware und die Nutzung von refurbished Geräten im eigenen Unternehmen. Genau hier setzt auch das eco Mitglied Janado an, auch Mitausteller am NRW-Gemeinschaftsstand. Bedingt durch den typischen Austauschzyklus von Smartphones (2-3 Jahre) und Laptops (4-5 Jahre) wird in den nächsten ein bis zwei Jahren ein gesteigertes Angebot von Geräten für das Remarketing erwartet. „Dies wird nicht nur die Kosten für Unternehmen senken, sondern auch ihre Umweltbilanz signifikant verbessern. Durch die Wiederaufbereitung und Wiederverwendung dieser Geräte bieten wir eine nachhaltige Lösung für die wachsende Menge an IT-Hardware, was letztendlich ein Gewinn für Umwelt, Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen ist“, so Kamran Doorsoun, Head of Marketing, Janado GmbH.

Gruppenfoto Guided-Tour am Stand von Huawei beim MWC

Guided-Tour & Networking-Lunch

Auch in diesem Jahr hat der eco gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen Huawei eine Guided-Tour am Stand von Huawei mit anschließendem Networking-Lunch für Mitglieder, Partner:innen und IoT-Interessierte ausgerichtet. Ganz im Zeichen des Internet of Things, konnten die Teilnehmenden der Standtour vor allem einen Blick hinter die Kulissen der 5.5G Technologie auf entsprechende Lösungen sowie passenden Anwendungen werfen. Inhaltlich wurde dabei unter anderem an das gemeinsame Event der eco Kompetenzgruppen IoT und Netze „Digitale Infrastruktur als Basis von Smart-Home-Anwendungen“ angeknüpft, das im September 2023 im Huawei OpenLab stattfand. Abschließend ging es dann in den Huawei Foodgarden zum Networking-Lunch, um die Gespräche und den Austausch der Teilnehmenden noch einmal zu vertiefen.

 

Weitere Eindrücke des Mobile World Congress finden Sie in unserem Album "MWC Barcelona 2024".

Aussteller am NRW-Gemeinschaftsstand beim MWC
Credit: Lennart Kalhöfer