eco
14.09.2018

Köln an der Schwelle zur Smart City 

  • Persönlichkeiten des Kölner Smart City Ökosystems stellen bei Executive-Roundtable Weichen für die Zukunft
  • Smart City Studie: Markt wächst bis 2022 jährlich etwa 16,5 Prozent

Durch intelligente Vernetzungen könnten sich in Köln schon bald Verkehrsflüsse, Gesundheitswesen, Sicherheit oder Energieversorgung deutlich verbessern. Diese Überzeugung teilten die anwesenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, die am Kölner Smart City Executive Roundtable Dinner teilnahmen. Zu dem hatte der in Köln ansässige eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. am 13. September ins OSMAN in den Kölnturm eingeladen. Unter dem Motto „Leben, Arbeit und digitale Ökosysteme in der Smart City Köln“ diskutierten die Teilnehmer, wo Köln auf dem Weg zur Smart City steht, welche Rahmenbedingungen noch geschaffen werden müssen, wer zur weiteren Innovationsfähigkeit beitragen könnte und wie alle davon profitieren.

„Smart-City-Konzepte bieten Antworten auf die Herausforderungen der Urbanisierung“, sagt Harald A. Summa, Hauptgeschäftsführer eco Verband in seiner Begrüßung. „Dazu gehören Lösungen für immer mehr Mobilität, eine bessere Luft- und Umweltqualität und für eine alternde Bevölkerung.“ Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor der Stadt Köln: „Mit SmartCity Cologne bieten wir eine Plattform für unterschiedliche Projekte, vom Klimaschutz bis zur Energiewende. Mit der Klimastraße in Nippes und der Stegerwaldsiedlung als Blaupausen für eine nachhaltige Stadtentwicklung arbeiten wir aktiv am smarten Veedel der Zukunft.“

Smart City Köln unterstützt Klimaschutz und Energiewende

Dirk Schäfer, Geschäftsführer der NetCologne IT Services GmbH erläuterte, welchen Beitrag leistungsfähige Infrastrukturen und das Internet der Dinge zur zukünftigen Stadtentwicklung leisten können. Das Wachstumspotenzial in diesem Bereich ist riesig, zeigte kürzlich die Studie „Der deutsche Smart-City-Markt 2017-2022“ von eco und Arthur D. Little. Bis 2022 sollen sich die Umsätze im Bereich Smart City in Deutschland auf rund 43,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. „Der Smart-City-Markt mit einem voraussichtlichen Wachstum von über 16 Prozent jährlich ist ein attraktiver Markt – sowohl für Unternehmen der Internetwirtschaft als auch für Unternehmen anderer Industrien“, sagt Lars Riegel, Principal Arthur D. Little GmbH in seinem Vortrag.

Smart City Plattform Köln ausbauen

Entscheidend für den Erfolg der Smart City Köln ist die Weiterentwicklung des Kölner Smart City Ökosystems, stellen die Teilnehmer in der Diskussion fest. Dazu gehört eine leistungsfähige ITK-Infrastruktur und eine Weiterentwicklung der zentralen Smart-City-Plattform. Die bündelt urbane Daten, Dienste und Applikationen im technischen und organisatorischen Sinne. „Der Austausch unterschiedlicher Player der Smart City Wertschöpfungskette und die Bereitschaft zu Kooperation und Partnerschaft sind kritische Erfolgsfaktoren“, sagt Lars Riegel zum Abschluss der Veranstaltung. Nach dem Ende des offiziellen Teils nutzten die Gäste bis spät in den Abend hinein noch die Chance, sich direkt mit den Entscheidern aus Politik und Wirtschaft in Köln auszutauschen.

Am 28. November lädt der eco Verband dazu ein, die Diskussionen im Rahmen des eco://kongress und eco://award mit den führenden Köpfen der Digitalisierung in Köln fortzusetzen.