17.06.2020

Energieeffizienz 2050: Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen beteiligt sich für den eco an AG Digitalisierung der Bundesregierung

Es sind ambitionierte Ziele, die die Bundesregierung mit ihrer nationalen Energieeffizienstrategie 2050 verfolgt: Mittelfristig soll der Primär- und Endenergieverbrauch um 30 Prozent bis 2030 reduziert werden. Bis 2050 will die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft weltweit zur energieeffizientesten Volkswirtschaft formen und dazu den Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 halbieren. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte das Strategiepapier sowie Sektoren mit effizienzsteigernden Potenzialen Ende vergangenen Jahres vorgestellt. Mithilfe eines Dialogprozesses unter dem Titel „Roadmap Energieeffizienz 2050“ sollen nun erforderliche Maßnahmen evaluiert und entwickelt werden.

Als Mitglied der AG Digitalisierung beteiligt sich auch eco am Dialogprozess. Neben der Diskussion zu Energieeffizienzpotenzialen in den Bereichen der Internet- und Digitalwirtschaft (Rechenzentren, Anwendungen/Software und Endgeräte) sollen ebenso mögliche sektorenübergreifende Effizienzeffekte im Industrie- und Gebäudebereich evaluiert werden. Für die erste Sitzung der AG Digitalisierung am Donnerstag, 18. Juni, hat der Verband der Internetwirtschaft Dr. Béla Waldhauser entsandt. Waldhauser ist Sprecher der 2018 unter dem Dach von eco gegründeten Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland und bringt damit die Expertise der Betreiber von Rechenzentren und Cloudservices sowie von Colocation Anbietern in die Diskussion mit ein. „Schon jetzt arbeiten Rechenzentren hierzulande sehr energieeffizient und nehmen damit großen Einfluss auf die Erreichung der Klimaziele“, sagt Waldhauser. „Doch mit den geeigneten politischen Rahmenbedingungen können sie noch deutlich nachhaltiger werden.“ Hierzu zählt Waldhauser beispielsweise den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien und die intensivierte Nutzung von Cloudlösungen. Zudem sollte die Nutzung der Abwärme von Rechenzentren stärker gefördert werden.

Gleichzeitig hat sich auch die von eco gegründete Allianz das Ziel gesetzt, Rechenzentren sowie digitale Infrastrukturen im Allgemeinen noch nachhaltiger zu gestalten. So stellte der Verband jüngst den ersten Teil einer neuen Studie vor, die er für die Allianz beim borderstep Institut in Auftrag gegeben hatte. Die Studie gibt unter anderem Aufschluss darüber, welche Nachhaltigkeitspotenziale aktuell in deutschen sowie europäischen Rechenzentren stecken. Die Veröffentlichung des zweiten Studienteils ist für Herbst dieses Jahres geplant.

Baustopp für Rechenzentren gefährdet Wachstum und Wohlstand