30.01.2026

Gcore schließt sich der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen an

Gcore betreibt seine eigene globale IT-Infrastruktur auf sechs Kontinenten und ist jüngstes Mitglied der unter dem Dach von eco gegründeten Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen. Im Interview adressiert Elena Simon, Geschäftsführerin Gcore DACH, die zentralen Herausforderungen sowie wesentlichen Vorteile des Digitalstandorts Deutschland.

Digitale Infrastrukturen sind ein wichtiger Pfeiler für die digitale Souveränität in Deutschland und Europa. Im Interview adressiert Elena Simon, Geschäftsführerin von Gcore, die zentralen Herausforderungen sowie wesentliche Vorteile des Digitalstandorts Deutschland. Gcore ist seit über 10 Jahren Teil des globalen IT-Infrastruktur-Markts und jüngstes Mitglied der unter dem Dach von eco gegründeten Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen.

  • Welche Vorteile, aber auch Herausforderungen sehen Sie für den Digitalstandort Deutschland in Bezug auf die digitale Infrastruktur?

Deutschland hat klare Vorteile als Digitalstandort, gleichzeitig muss sich dieser Standort aber auch mehreren Herausforderungen stellen. Einerseits verfügt Deutschland über das Fachwissen und die Nachfrage: Viele der spannendsten Projekte im Bereich KI und Cloud stammen direkt aus der Industrie, wo diese Technologien spürbare Vorteile mit sich bringen. Zudem sind die Anforderungen an Datenschutz, Transparenz und Compliance besonders hoch – und genau das kann langfristig ein Standortvorteil sein, wenn die passende Infrastruktur vorhanden ist. Mit dieser Infrastruktur werden Vorgaben effizient umgesetzt und es wird nicht nur Regulierung, sondern auch Steuerbarkeit ermöglicht.

Andererseits erschweren zeitaufwändige Genehmigungsverfahren die Skalierung und die Planung von Investitionen. Und auch wenn Deutschland und Europa völlig zurecht auf Datenschutz und Compliance setzen, ist entscheidend, dass diese Vorgaben in die Praxis umgesetzt werden können, ohne dass sie Innovation ausbremsen.

  • Gcore wurde 2014 in Luxemburg gegründet und betreibt inzwischen seine eigene globale IT-Infrastruktur auf sechs Kontinenten. Was können Deutschland (und Europa) von anderen Ländern (oder Kontinenten) lernen? Was sollte hierzulande Ihrer Meinung nach an oberster Stelle der politischen Agenda stehen?

In vielen Bereichen können europäische Anbieter eigenständige Alternativen auf Weltklasseniveau aufbauen. Gcore beispielsweise ist eine souveräne Alternative zu den Hyperscalern – das Unternehmen ist DSGVO-konform und bietet sichere KI-Infrastruktur und Services, die Kunden volle Kontrolle über ihre Daten geben. Gleichzeitig hat sich aber auch gezeigt, dass es Europa vor allem an konsequenter Investitionsbereitschaft fehlt. Der Vergleich mit den USA und China macht deutlich, wie entscheidend finanzielle Mittel für Skalierung und Geschwindigkeit sind, damit europäische Unternehmen zu den US-Hyperscalern aufschließen können. Deshalb sollte in Deutschland und Europa an oberster Stelle der politischen Agenda stehen, diese technologischen

Ansätze gezielt zu fördern – und die Voraussetzungen zu schaffen, damit digitale Infrastruktur in der benötigten Qualität und Geschwindigkeit aufgebaut werden kann.

  • Gcore ist jüngstes Mitglied der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen. Warum haben Sie sich der Initiative angeschlossen und worauf freuen Sie sich im Austausch mit den anderen Mitgliedern?

Wir haben uns der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen angeschlossen, weil wir bei Gcore fest an das Label „Made in Europe“ glauben und Deutschland als Digitalstandort weiter ausbauen wollen. Wir sind davon überzeugt, dass die Stärkung digitaler Infrastrukturen nur dann erfolgreich wird, wenn Regulierung, Marktteilnehmer und Investitionsentscheidungen konsequent in dieselbe Richtung wirken. Wir freuen uns im Austausch mit den anderen Mitgliedern besonders darauf, gemeinsam daran zu arbeiten, dass die Relevanz digitaler Infrastrukturen in Deutschland noch stärker sichtbar wird und dadurch konkrete Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Gcore schließt sich der Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen an