05.01.2026

eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. fordert zügige Verabschiedung des KRITIS-Dachgesetzes nach Stromausfall in Berlin

Der jüngste Stromausfall in Berlin macht erneut deutlich, wie verwundbar unsere kritischen Infrastrukturen sind – und wie eng physische Versorgungssicherheit und digitale Resilienz inzwischen miteinander verknüpft sind. Für die Internetwirtschaft haben Stromausfälle unmittelbare Auswirkungen auf Rechenzentren, Netze, Plattformen und digitale Dienste, die für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft unverzichtbar sind.

Vor diesem Hintergrund fordert eco – Verband der Internetwirtschaft e.V., dass das KRITIS-Dachgesetz zügig verabschiedet und wirksam umgesetzt wird. Es braucht einen sektorenübergreifenden, praxistauglichen Rechtsrahmen, der den physischen Schutz kritischer Infrastrukturen stärkt und gleichzeitig konsequent mit den Anforderungen der IT- und Cybersicherheit – insbesondere im Kontext von NIS2 – verzahnt ist.

„Der Stromausfall in Berlin macht unmissverständlich klar, dass kritische Infrastrukturen besser geschützt werden müssen – physisch wie digital“, erklärt Klaus Landefeld, eco Vorstand für Infrastruktur und Netze.

Der Schutz kritischer Infrastrukturen müsse dauerhaft als prioritäres Thema auf der politischen Agenda verankert werden, um die Resilienz des Wirtschafts- und Digitalstandorts Deutschland zu gewährleisten, so die Forderung des Verbands.

Die Umsetzungsfrist der CER-Richtlinie (Critical Entities Resilience Directive), die im Dezember 2022 in Kraft getreten ist, endete bereits am 17. Oktober 2024; seither befindet sich Deutschland im unionsrechtswidrigen Umsetzungsverzug.

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