Die SPD-Bundestagsfraktion will heute auf ihrer Klausur neue Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt beschließen und unter anderem Produktivitätsgewinne durch KI sowie große Technologiekonzerne stärker besteuern. Dazu erklärt eco-Vorstandsvorsitzender Oliver Süme:
„Deutschland hat sich bei der Nutzung von KI in der Wirtschaft ambitionierte Ziele gesetzt. Umso wichtiger ist, dass politische Maßnahmen diese Entwicklung unterstützen und nicht durch zusätzliche Kosten und bürokratische Hürden ausbremsen. Bei den nun diskutierten Vorschlägen der SPD zu einer möglichen KI-Steuer entsteht allerdings der Eindruck, dass der Einsatz von KI für Unternehmen eher teurer und aufwendiger werden könnte. Das wäre der falsche Weg.
KI ist längst kein Thema mehr, das nur IT-Spezialistinnen und -Spezialisten betrifft. Zwei von drei KI-Stellen liegen inzwischen außerhalb der IT. Eine aktuelle Studie der IW Consulting im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. zeigt, dass sich die Stärke des Standorts aus der Verbindung von Branchenwissen, Daten und Engineering-Kompetenz speist – mit messbarem wirtschaftlichem Effekt: Bereits heute entstehen über 120 Milliarden Euro Umsatz durch KI-gestützte Produktinnovationen und neue Dienstleistungsangebote.
Gerade in der Industrie wird KI zunehmend zu einem zentralen Qualifikationsmerkmal auch für Fachkräfte: Der Anteil entsprechender Stellenanzeigen auf Fachkraft-Ebene ist seit 2019 deutlich gestiegen. Das zeigt, dass KI direkt in den industriellen Arbeitsalltag und in klassische Fachrollen hineinwirkt.
Dies zeigt: KI ist eine wesentliche Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit der Industrie und eröffnet neue Chancen für Beschäftigte. Diesen Wandel sollten wir fördern und nicht durch neue Abgaben oder zusätzliche Regulierung ausbremsen.
Auch beim Beschäftigtendatenschutz braucht es klare und verlässliche Regeln. Ein neues deutsches Beschäftigtendatenschutzgesetz sollte nicht von den europäischen Vorgaben abweichen und damit zusätzliche Anforderungen und Rechtsunsicherheit für Unternehmen schaffen. KI darf in Deutschland nicht zum Standortnachteil werden.“
Über die Studie
Die Studie wurde von der IW Consult GmbH im Auftrag von eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. erstellt und analysiert die Nutzung, Wertschöpfung und Infrastruktur von Künstlicher Intelligenz in Deutschland auf Basis einer breiten Befragung von Unternehmen und KI-Start ups, einer Analyse von Online-Stellenanzeigen sowie einer Literaturrecherche.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden sich hier.


