- Kostenfreies Webinar am 25. Juni 2026 zeigt Risiken beim Teilen von Kinderfotos und -videos
- Sechs Tipps für den verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos im Netz
Mit Beginn der Sommerferien füllen sich soziale Netzwerke wieder mit Urlaubsfotos. Darunter sind auch zahlreiche Bilder von Kindern am Strand, im Freibad oder am Pool – oft in Badebekleidung und meist geteilt von Eltern, Verwandten oder anderen Bezugspersonen. Was als schöne Urlaubserinnerung gedacht ist, kann jedoch Risiken bergen. Einmal veröffentlicht, können Bilder und Videos gespeichert, weiterverbreitet oder aus dem ursprünglichen Kontext gerissen werden. Hinzu kommt: Mithilfe Künstlicher Intelligenz lassen sich Aufnahmen heute einfacher, denn je manipulieren und für missbräuchliche Zwecke verwenden.
Seit 30 Jahren setzt sich die eco Beschwerdestelle für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ein. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen rund um Sharenting, KI-generierte Inhalte und den Schutz von Kinderrechten im Netz lädt sie gemeinsam mit den Partnern des deutschen Safer Internet Centres am Donnerstag, den 25. Juni 2026, von 14:00 bis 15:30 Uhr zum kostenfreien Webinar „#KindersindkeinContent – Augen auf beim Teilen von Bildern im Netz“ ein. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie weitere Interessierte.
„Seit 30 Jahren beobachten wir, wie sich digitale Risiken für Kinder und Jugendliche verändern. Heute sehen wir, dass öffentlich geteilte Bilder nicht nur unkontrolliert weiterverbreitet, sondern auch mithilfe von KI manipuliert werden können. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit Kinderfotos im Netz“, sagt Alexandra Koch-Skiba von der eco Beschwerdestelle.
„Viele Eltern unterschätzen, wie schnell private Kinderfotos außer Kontrolle geraten können. Was als liebevolle Erinnerung gedacht ist, kann kopiert, gespeichert, weiterverbreitet oder durch KI verändert werden. Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre – auch im digitalen Raum. Deshalb sollten Erwachsene sehr bewusst entscheiden, welche Bilder sie veröffentlichen bzw. mit wem teilen“, so Koch-Skiba weiter.
Kinder sind kein Content: Sechs Tipps für den verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos im Netz
- Vor dem Posten überlegen
Fragen Sie sich, ob das Foto oder Video wirklich veröffentlicht werden muss. Nicht jede Erinnerung gehört ins Netz. - Kinder einbeziehen
Sprechen Sie – altersgerecht – mit Ihrem Kind darüber, ob es mit einer Veröffentlichung einverstanden ist. Auch Kinder haben Persönlichkeitsrechte. - Sensible Informationen vermeiden
Veröffentlichen Sie keine Angaben, die Rückschlüsse auf Wohnort, Schule, Freizeitaktivitäten oder regelmäßige Aufenthaltsorte zulassen. - Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig prüfen
Kontrollieren Sie die Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen Ihrer Social-Media-Profile und Messenger-Dienste. Bedenken Sie dabei: Auch Inhalte in geschlossenen Gruppen können gespeichert und weitergeleitet werden. - Keine verletzlichen Situationen zeigen
Veröffentlichen Sie keine Bilder oder Videos, die Kindern später peinlich sein könnten oder sie in sensiblen Situationen zeigen, etwa beim Baden, Umziehen oder in emotional belastenden Momenten. - Erkennbarkeit reduzieren
Überlegen Sie, ob das Gesicht des Kindes überhaupt sichtbar sein muss. Oft lassen sich Erinnerungen auch teilen, ohne Kinder eindeutig identifizierbar zu machen.
Webinar: #KindersindkeinContent – Augen auf beim Teilen von Bildern im Netz
Termin: Donnerstag, 25. Juni 2026, 14:00–15:30 Uhr
Anmeldung: https://www.eco.de/event/kindersindkeincontent-augen-auf-beim-teilen-von-bildern-im-netz/
Über die eco Beschwerdestelle
Die eco Beschwerdestelle ist seit 1996 aktiv und integraler Bestandteil des Systems der regulierten Selbstregulierung in Deutschland. Sie ermöglicht Internetnutzer: innen die kostenlose und anonyme Meldung jugendgefährdender und strafbarer Inhalte und arbeitet eng mit Providern, Behörden und internationalen Partnern zusammen.
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens bieten wir interessierten Medienvertreter: innen gerne Hintergrundgespräche sowie vertiefende Einblicke in die Arbeit der eco Beschwerdestelle in Köln an.


